Katze und Hitze© Milkhail Vasilyev - Unsplash

Katze und Hitze: Tipps zum Abkühlen

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Katzen sind wahre Sonnenanbeter, denn Ihre Körper sind als Nachfahren der in heißen Regionen lebenden Falbkatze gut auf hohe Temperaturen eingestellt. Sie räkeln sich in der Sonne, dösen an schattigen Plätzen oder erfrischen sich mit Wasserspielen. Allerdings kann die Hitze nicht nur für uns Menschen belastend werden. Auch unsere Stubentiger leiden bei Temperaturen ab 30 Grad und die Hitze kann sich negativ auf ihren Organismus auswirken. Damit Ihre Katze unbeschadet durch den Sommer kommt, sollten Sie diese Infos und Tipps unbedingt beachten.

Wie kommen Katzen mit Hitze zurecht?

Auch wenn Katzen die Wärme des Sommers lieben, kann zu große Hitze schnell unangenehm werden, denn die felligen Haustiere können nur in begrenztem Maße schwitzen. Sie besitzen nur wenige Schweißdrüsen, die in erster Linie dem Aussenden von Duftsignalen und nicht der Regulierung der Körpertemperatur dienen. Sie schwitzen vorwiegend nur über die Pfoten, denn die Schweißdrüsen dort sind hauptverantwortlich für die Temperaturregulierung. Beobachtet man seine Katze an heißen Tagen ganz genau, so werden schnell Pfotenabdrücke auf dem Fußboden ersichtlich. Katzen können zudem auch über die Ohren schwitzen. Warme Ohren können allerdings auch durch Stress ausgelöst werden.

Wenn Katzen warm ist, lecken sie sich gerne über das Fell, um sich durch die Verdunstung zusätzlich abzukühlen. Hechelnde Atmung soll ebenfalls Kühlung erzeugen. Außerdem versuchen sie, ähnlich wie der Mensch, jede unnötige Bewegung zu vermeiden. Bei sehr großer Hitze werden die Tiere träge und bewegen sich viel weniger als sonst.

Diese Probleme können Katzen bei Hitze haben

Überhitzung und Hitzschlag:

Zu hohe und lange Sonneneinstrahlung kann bei Katzen zu einer Überhitzung führen und sogar in einem Hitzschlag münden, der lebensbedrohlich ist. Zu den Symptomen zählen ein erhöhter Herzschlag, Unruhe, dunkelrotes Zahnfleisch, erhöhte Körpertemperatur und Atemnot. Bei ersten Anzeichen ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen. Das Risiko eines Hitzeschlags steigt vor allem, wenn sich die Tiere lange in einem überhitzten Auto aufhalten. Haustiere sollten bei Hitze nie alleine im Auto zurückgelassen werden!

Sonnenbrand:

Katzen können ebenso wie ihre Besitzer einen Sonnenbrand erleiden – vor allem weiße Katzen. In den meisten Fällen sind Gesicht und Ohren betroffen. Austrocknung: Auch Katzen brauchen an heißen Tagen viel Wasser, denn ansonsten droht eine Austrocknung.

Erkältung oder Bindehautentzündungen durch Ventilatoren:

Stellen Sie den Ventilator nie an eine für die Katze beliebte Stelle in der Wohnung, denn durch den Luftzug können bei Katzen Bindehautentzündungen und Erkältungen entstehen.

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Welches Futter ist im Sommer gut geeignet?

Katzen benötigen bei großer Hitze insgesamt weniger Futter als üblich, da sie sich weniger bewegen und ihr Kalorienumsatz somit geringer ausfällt. Füttern Sie im Sommer am besten über den Tag verteilt in mehreren kleinen Portionen und räumen Sie übrig gebliebenes Futter schnell weg, bevor es verdirbt und Fliegen anzieht. Futter und Wasser sollten allerdings nicht kühlschrankkalt sein, denn das kann schnell zu einer Magenreizung bei ihrem Stubentiger führen.

Katze abkühlen bei Hitze: Die besten Tipps

Viel frisches Wasser:

Verteilen Sie an verschiedenen Stellen im Wohnraum mehrere Schüsseln mit Wasser, so dass Ihre Katze immer genügend vorfindet. Durch mehrere Wasserwechsel vermeiden Sie, dass das Wasser warm und abgestanden schmeckt und sich Bakterien darin vermehren können. Ist Ihre Katze ein Trinkmuffel, lässt Sie sich womöglich mit ein paar Tricks animieren. Ein Schluck Thunfischaufguss oder ungewürzte Hühnerbrühe im Wasser sorgen für ein appetitliches Aroma. Manche Katzen trinken lieber aus einem tröpfelnden Wasserhahn und wieder andere wollen das kühle Nass ins Spiel einbauen.

Kühler Rückzugsort:

Bieten Sie Ihrer Katze einen kühlen Rückzugsort wie z. B. einen kühlen Kellerraum. Kalte Fliesen in Bad oder Küche sind ebenfalls geeignet. Generell sollte die Wohnung nicht zu sehr aufgeheizt sein. Den Liegeplatz können Sie zusätzlich mit feuchten Tüchern auslegen. Die verdunstete Flüssigkeit erzielt einen Kühleffekt. An besonders heißen Tagen können Sie auch Coolpacks in Handtücher wickeln und diese als Unterlage für die Katze nutzen.

Achtung!

Ventilatoren und Klimaanlagen sind ein Risikofaktor für Stubentiger, da sie sich am Ventilator verletzen und sich durch die Klimaanlage erkälten könnten. Gekippte Fenster sind ebenfalls gefährlich, da sich die Mieze dort einklemmen kann.

Frische Luft:

Lüften Sie Ihre Wohnung vor allem morgens und abends gut durch. Tagsüber sollten die Fenster geschlossen bleiben.

Futter in kleinen Portionen:

Katzen werden bei Hitze träge und verbrauchen weniger Energie. Die Futtermenge sollte diesem Verhalten angepasst werden. Füttern Sie über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen. Das ist besser verdaulich.

Futter nicht offen stehen lassen:

Nassfutter sollte im Sommer nie offen stehen gelassen, sondern im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor der Fütterung ist es rechtzeitig herauszunehmen, damit es beim Servieren Zimmertemperatur hat. Auch sollte das Futter nicht länger als eine halbe Stunde im Napf liegen, da Fliegen ihre Eier ansonsten darin ablegen könnten.

Feuchte Handtücher:

Befeuchten Sie ein Handtuch oder einen Waschlappen mit kaltem Wasser und streicheln Sie Ihre Katze damit vorsichtig. Vor allem am Rücken und am Kopf ist das kalte Nass eine wahre Wohltat für die Mieze.

Wasserspiele:

Obwohl Katzen Wasser bekanntlich nicht besonders mögen, spielen sie bei Hitze sehr gerne damit. Stellen Sie eine flache Wasserschale in der Wohnung auf und tauchen sie ein paar Tischtennisbälle darin ein. Ihre Katze wird damit spielen und gleichzeitig etwas Abkühlung erlangen.

Katzenfell bürsten:

Katzen verlieren im Sommer viel Fell. Um überschüssiges Fell zu entfernen, sollten Sie Ihren Stubentiger vor allem bei hohen Temperaturen regelmäßig bürsten. Weniger Fell bedeutet auch weniger Hitze.

Sonnencreme:

Helle und kurzhaarige Katzen sind, ebenso wie Menschen, besonders sonnenbrandgefährdet. Unparfümierte Baby-Sonnencreme vertragen Miezen allerdings sehr gut. Einfach ein wenig auf Nasenrücken und Ohren aufgetragen.

Katzengras:

Katzen putzen sich bei Hitze häufiger, da sie auf diese Weise abkühlen. So verschlucken sie aber auch verstärkt ihre eigenen Haare. Katzengras hilft ihnen, die Haarballen herauszuwürgen.


Die Artikel im Ratgeber der DFV sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Tiergesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Tiermediziner zu konsultieren.

Unsere Inhalte werden auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Studien verfasst, von einem Team aus tiermedizinischen Fachpersonal und Redakteuren erstellt, dauerhaft geprüft und optimiert.

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