Urlaub mit Hund© Javier Brosch

Urlaub mit Hund richtig planen: Reiseziele, Checklisten & viel mehr

Hundebesitzer möchten in aller Regel auch die schönste Zeit des Jahres mit ihrem Vierbeiner verbringen und ihn mit in den Urlaub nehmen. Unser Ratgeber verrät, was zu beachten ist und gibt wertvolle Hunde-Tipps.


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Urlaub mit Hund richtig planen

Sie planen Ihren Urlaub mit Hund? Das sollten Sie beachten:

  • Dauer: Bedenken Sie die Entfernung Ihres angestrebten Urlaubsziels bzw. ob Sie Ihrem Hund eine lange Fahrt zumuten wollen.
  • Jahreszeit: Die beste Reisezeit für einen Hundeurlaub ist im Allgemeinen im Frühjahr und Herbst. Dann herrschen die angenehmsten Temperaturen für Hunde.
  • Ziel (Land/Kontinent): Bedenken Sie, ob Ihr Hund im ausgewählten Land willkommen ist. Einige Länder verbieten die Einreise mit Hunden, die zu den Kampfhunderassen zählen. Überprüfen Sie, ob die jeweilige Unterkunft (Ferienwohnung, Ferienhaus, Hotel) Ihren treuen Begleiter auch willkommen heißt.
  • Verkehrsmittel: Auch hier gilt zu überlegen, was Sie Ihrem Vierbeiner zumuten möchten. Viele Hunde fahren gerne Auto und andere werden schnell reisekrank. Ein Flug bedeutet Stress für den vierbeinigen Freund.
  • Impfungen/Medikamente: Vor der Reise sollten Sie grundsätzlich einen Gesundheitscheck bei Ihrem Tierarzt durchführen lassen, die Reiseapotheke ausstatten und sich über Einreisebestimmungen bzgl. Impfungen informieren.
  • Versicherungen: Vor dem Hundeurlaub sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Vierbeiner über eine Haftpflicht-, Reiserücktritt- sowie eine Krankenversicherung verfügt.
  • Einreisebestimmungen: In einigen Ländern gelten strenge Einreisebestimmungen, wie bspw. Maulkorbpflicht. Zudem kann der Hund sich womöglich mit gefährlichen Krankheiten in dem Land anstecken. Das sollten Sie vor den Ferien prüfen.

Kurzurlaub oder Fernreise mit Hund

Handelt es sich um den ersten gemeinsamen Urlaub mit Ihrem Hund sollten Sie kein allzu weit entferntes Ziel wählen. Eine relativ kurze Autofahrt ist zunächst optimal, um die Belastbarkeit und Stressresistenz des Vierbeiners während der Reise zu testen.

Fernreisen sind für Hunde in aller Regel eher ungeeignet. Eine längere Flugreise ist für die meisten Menschen schon anstrengend und bedeutet für Hunde mit empfindlichen Ohren und Nasen enormen Stress, vor allem wenn sie den Flug im Frachtraum überstehen müssen. Ersparen Sie Ihrem Vierbeiner lieber die Qual, indem Sie ein näher gelegenes Reiseziel in Österreich wählen. Wenn es ins Ausland gehen soll, bieten sich europäische Nachbarstaaten an.

Sollten Sie eine Fernreise antreten wollen, ist es möglicherweise besser Ihren Hund einem Hundesitter oder einem Hundehotel anzuvertrauen. Wenn Sie nicht auf Ihren treuen Begleiter verzichten wollen, sollte die Reise einen längeren Zeitraum umfassen, so dass er nicht mehrere Flüge innerhalb kürzester Zeit aushalten muss.

Wofür Sie sich auch entscheiden – Sie und Ihr treuer Begleiter sollten vor allen Risiken bestmöglich geschützt sein. Eine Hundekrankenversicherung springt auch für entstehende medizinische Kosten ein, wenn der Vierbeiner die Reise nicht gut verträgt. Der DFV-TierkrankenSChutz leistet bis zu 100 % Kostenerstattung bei Krankheit und OPs.

Frühlingsurlaub, Sommerurlaub, Herbsturlaub oder Winterurlaub mit Hund

Insbesondere empfindlichen oder älteren Hunden kann ein Klimawechsel auf den Kreislauf schlagen. Aus diesem Grund sollte der Hund im Urlaub immer unter Beobachtung sein, Aktivitäten sollten nur langsam gesteigert und Stress weitestgehend vermieden werden.

Die Vierbeiner müssen bei zunehmender Hitze, ebenso wie Menschen, viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Frisches Wasser sollte also immer in Reichweite stehen. Auch ein schattiges Plätzchen zum Zurückziehen ist wichtig, denn gerade in südlichen Gebieten ist die Sonneneinstrahlung sehr stark und heizt auch den Untergrund (bspw. Platten oder Straßen) entsprechend auf. Dann besteht die Gefahr, dass Hunde sich die Pfoten verbrennen.

Vierbeiner mit dickem, langem oder dunklem Fell leiden naturgemäß eher unter der Hitze. Ein Kurzhaarschnitt oder das Ausdünnen der Wolle können Erleichterung verschaffen. Generell sollten jedoch besonders hitzeempfindliche Hunde nicht mit in warme Länder mitgenommen werden. Wenn es ein Urlaub am Strand sein soll, dann empfiehlt sich die Reise eher im Frühjahr oder Herbst. Ansonsten sind kühlende Decken, kühlende Halstücher oder auch kühlende Westen im Handel erhältlich.

Im Winterurlaub ist bei vielen kurzhaarigen Rassen wärmende und funktionale Hundebekleidung nötig. So läuft der Hund nicht Gefahr, eine Erkältung oder eine Magenschleimhautentzündung, die durch Verkühlung der inneren Organe entstehen kann, zu bekommen. Bei Schnee ist außerdem ein Pfotenschutz aus Neopren empfehlenswert, der die empfindlichen Ballen vor Streusalz schützt. Dieses reizt die Haut und kann zu blutigen Rissen führen.

Strandurlaub mit Hund

Für Ihren Urlaub am Strand mit Hund müssen Sie nicht an ein weit entferntes Meer fahren. Der kürzeste Weg ans Meer führt nach Slowenien, in die Bucht von Piran. Slowenien hat ganze 46 Kilometer Küste und in dem kristallklaren Meer lässt es sich wunderbar baden. In den beliebten Badeorten Portorož und Piran sind Vierbeiner mehr als willkommen. Zahlreiche Ferienhäuser und Ferienwohnungen locken hier mit Angeboten.

Ein Klassiker unter den Selbstfahrer-Zielen ist natürlich auch Bella Italia. In Lignano garantiert der Hundestrand Spaß für die ganze Familie. Der Doggy Beach befindet sich in Lignano Sabbiadoro auf Lungomare Marin und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Hier gibt es insgesamt 90 Plätze mit Sonnenschirmen, Liegen und einem eingezäunten Dog-Vip-Bereich, wo die Fellnasen auch frei und ohne Leine laufen können.

In Deutschland sind sowohl Nordsee als auch Ostsee für erholsame und entspannende Ferien mit Ihrem Vierbeiner besonders geeignet. Auf den weichen Stränden können Sie und Ihr treuer Begleiter sich im Sommer von den angenehmen Sonnenstrahlen wärmen lassen und gesunde Seeluft genießen. Die Ferienhäuser oder Ferienwohnungen dort sind in aller Regel hundefreundlich. Achten Sie beim Strandurlaub mit Hund auf genügend Trinkwasser und auf schattige Plätze für Ihren Vierbeiner.

Ein weiterer Klassiker unter den Strand-Urlaubszielen ist die westlichste und größte ostfriesische Insel Borkum. Hier bieten sich Urlaubern mit Hund endlos erscheinende Sandstrände sowie hundefreundliche Ferienhäuser, Ferienwohnungen, Hotels, Pensionen sowie Campingplätze am Wasser.

Urlaub am See mit Hund

Wer gerne schwimmt oder Boot fährt, sollte sich bei seiner Urlaubsplanung mit Hund auf die Suche nach einem Ferienhaus am Wasser machen. Dafür bietet sich in Österreich vor allem die Region um den Wörthersee in Kärnten an. Die Region lädt aktive Urlauber zum Wandern oder Radfahren ein. Schwimmen oder Segeln oder Surfen bieten sich am Wörthersee ebenfalls an. Zudem komplementieren einige Wellness-Angebote das Programm.

Für einen Urlaub am See mit Hund ist auch der Faaker See in Kärnten geeignet. Das Areal im Süden Kärntens ist ganz nahe an Italien und Slowenien gelegen. Dort erwartet Sie eine besonders abwechslungsreiche Landschaft.

Hüttenurlaub mit Hund

Ein Hütten-Hundeurlaub bietet sich zu jeder Jahreszeit an. In Österreich oder auch in der Schweiz warten Bergpanorama sowie gemütliche Unterkünfte auf Hund und Herrchen. Bei den meisten Angeboten für den Hüttenurlaub dort sind Haustiere erlaubt. So sind tagtägliche Gebrauchsgegenstände wie ein Körbchen, Näpfe oder Leinen in einem Großteil der Unterkünfte bereits vorhanden. Im Sommer lässt es sich ausgiebig an der frischen Bergluft Wandern oder auch Bergsteigen. Im Winter kommen Skifahrer auf ihre Kosten, wobei die Mitnahme eines Tieres auf die Skipiste nicht empfehlenswert ist. Alternativ können Sie im Schnee aber auch Langlauf betreiben, Schlittschuh fahren oder Eisstock schießen.

Wellnessurlaub mit Hund

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Wellness-Hotels, die sich auf die Unterkunft von Herrchen und Hund spezialisiert haben. Dabei wird auch dem Vierbeiner ein Erholungs-Programm geboten.

Alternativ besteht die Möglichkeit, den Wellnessurlaub mit Hund in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus zu verbringen. Hundehalter buchen täglich verschiedene Anwendungen bei lokalen Anbietern, während ihr Vierbeiner in der Wohnung bleibt oder auch Zeit mit dem Rest der Familie/Mitreisenden verbringen kann. So sind Sie zeitlich flexibel und können Ihren Hund dennoch mit in den Wellnessurlaub nehmen. Ausgiebige Spaziergänge in ruhiger Lage können das Programm komplettieren und tun sowohl Herrchen als auch Hund gut.

Die hundefreundlichsten Länder

Auf Platz 1 der hundefreundlichsten Länder der Welt ist die Schweiz. Dort gibt es die größte Anzahl an Ferienunterkünften, in denen Hunde erlaubt sind. Aber auch Österreich befindet sich in den Top 5 der hundefreundlichsten Länder.

Hier die die Top 10 der hundefreundlichsten Länder der Welt:

1. Schweiz

2. Deutschland

3. Tschechien

4. Österreich

5. Frankreich

6. Polen

7. Italien

8. Schweden

9. Kanada

10. Marokko

Die schönsten Hundestrände

Dornum-Neßmersiel, Nordsee: Die kleine ostfriesische Gemeinde bietet schöne Strände für Herrchen und Hund. Für den Vierbeiner zahlt man einen Euro Strand-Eintritt und erhält dafür einen selbstgebackenen Hundekeks. Wer mehr Action wünscht, findet direkt angrenzend an den Hundestrand den Fun-Agility-Park, ein Spielplatz für Hunde. Der Park ist in der Zeit zwischen dem 1. April und dem 30. September geöffnet.

Norderney, Nordsee: Auf Norderney gibt es drei ausgewiesene Hundestrände. In der Zeit vom 1. März bis 31.Oktober besteht an allen Hundestränden Leinenpflicht. Allerdings sollte man nur die ausgewiesenen Strandabschnitte besuchen, denn an allen anderen Stränden sind Hunde verboten. Besonders schöne Sandstrände findet man am Ostbad „Weiße Düne“ und am Weststrand.

Sylt, Nordsee: Auf der größten nordfriesischen Insel Sylt gibt es 17 Hundestrände. Insgesamt ist Sylt perfekt für Ihren Urlaub mit Hund. Es gibt viele Freilaufflächen, eine gemäßigte Leinenpflicht und der Hund darf kostenlos im Bus mitfahren.

Rügen, Ostsee: Auf Rügen in Mecklenburg-Vorpommern gibt es 20 ausgewiesene Hundestrände. Als besonders schön gilt der Strandabschnitt Schaabe, der die Halbinseln Wittow und Jasmund miteinander verbindet. Auf diesem Teil der Ostseeküste lässt es sich mit dem Vierbeiner auch entspannt durch die Kiefernwälder wandern. Beschilderungen weisen auf eine evtl. bestehende Leinenpflicht hin.

Damp, Ostsee: Das Ostsee Resort Damp liegt zwischen Flensburg und Kiel auf der Halbinsel Schwansen und bietet einen eigenen Hundestrand. Hier muss der beste Freund des Menschen allerdings angeleint laufen.

Flensburg, Schleswig-Holstein: Im Ostseebad Flensburg befindet sich der Hundestrand direkt rechts neben der Promenade. Im angrenzenden Waldgebiet gibt es hundefreundliche Restaurants und Cafés. In der Zeit vom 1. November bis 31. März sind Hunde an allen Stränden gern gesehen.

Norden-Norddeich, Nordsee: In Norden-Norddeich (Ostfriesland) erwartet Hund und Herrchen ein zwei Hektar großer Sandstrand. Es herrscht keine Leinenpflicht. Gebiete ohne Schafbeweiung laden zu Spaziergängen über die Deiche ein.

Grömitz, Ostsee: Am weißen Sandstrand von Grömitz an der Ostsee dürfen Hunde ohne Leine toben. Insgesamt ist Grömitz ein hundefreundliches Urlaubsziel, da Vierbeiner in Restaurants und Geschäften willkommen sind.

Timmendorfer Strand, Ostsee: Am Timmendorfer Hundestrand darf der Vierbeiner seine Ferien an der Ostsee ohne Leine verbringen. In den Wintermonaten vom 1. Oktober bis 31. März dürfen Spaziergänge mit Hund auch auf die anderen Strandabschnitte ausgeweitet werden.

Die schönsten Hundehotels

Landhotel Schafhuber, Salzburg: Unter dem Motto “Hundstage” gibt es im Landhotel Schafhuber alles, was das Herz von Hund, Frauchen und Herrchen begehrt: traumhafte Wanderungen, hausgemachte Leckerlis, Gassi-Dienst, Doggy Bags, Spielzeug, Handtücher und kleiner Hundeparcour.

Hotel Kirchenwirt, Pitztal in Tirol: Warme Sonne und kühles Bergquellwasser warten hier auf den besten Freund des Menschen. Der Hund residiert hier sogar kostenlos. Zudem verfügt jedes Zimmer über einen großen Balkon oder direkten Zugang zum Garten!

Wander- und Wohlfühlhotel Landhof Irschen, Kärnten: Der Besitzer ist hier selbst großer Hunde-Fan. Vierbeiner sind hier herzlich dazu eingeladen, mitzuwandern und kühle Bergseen sowie die Alm zu erkunden.

Sport und Wanderhotel Kirchenwirt, Steiermark: Hier kann man von einem wahren Hundeparadies sprechen: Keine Autos, sondern nur Wiesen, Wald und Natur direkt vor der Tür.

Naturel Hotel Schönleitn, Kärnten: Hier ist alles für den perfekten Hundeurlaub direkt im Appartement vorbereitet. Es gibt einen Wasser- und Futternapf, eine Hundedecke, eine Tagesdecke sowie ein Hundehandtuch für den Eingangsbereich. Kostenlose Gassisackerln, eine Hunde-Wasser-Bar im Außenbereich, Hundeleinen sowie Hundespielzeug im Verleih warten hier auf die Gäste.

Anreise mit Hund

Auto fahren mit Hund

Am einfachsten lassen sich Hunde mit dem Auto in den Urlaub transportieren. So lässt sich jederzeit eine Pause einlegen und der Vierbeiner kann sich regelmäßig bewegen. Eine Kuscheldecke oder das Lieblingsspielzeug kann bei der Autofahrt beruhigend wirken.

Damit der Hund bei einem Unfall keine Verletzungen davonträgt oder zum Wurfgeschoss wird, sieht der Gesetzgeber vor, dass er sicher untergebracht wird.

Kleine Hunde können mit einem speziellen Sicherheitsgurt auf dem Rücksitz gesichert werden. Alternativ kann ein Trenngitter oder –netz den Kofferraum vom Rest des Autos trennen. So kann sich der Hund im Kofferraum bewegen und nach Bedarf aufstehen. Eine Transportbox bietet die größte Sicherheit. Diese ist in unterschiedlichen Größen und Materialien erhältlich.

Wohnmobil fahren mit Hund

Wenn Sie den Urlaub mit Hund im Wohnmobil antreten, sind ähnliche Regeln zu beachten wie im Auto. Ist das Wohnmobil nur gemietet, sollte der Vermieter Hunde explizit erlauben. Es gibt Unternehmen, die sich speziell auf Mieter mit Hunden konzentrieren (bspw. Pfotenwandern, Waumobil oder Camper Dogs). Bei diesen ist bereits eine Transportbox oder ein Schlafplatz mit Sicherheitsgitter im Wohnmobil eingebaut. Während der Fahrt sollte der Vierbeiner immer in der Box oder hinter dem Gitter untergebracht sein, anderenfalls drohen Strafzahlungen. Hundehalter sollten während der Fahrt viele Pausen einlegen und Spaziergänge machen.

Bahn fahren mit Hund

In Österreich dürfen kleine und ungefährliche Tiere in geeigneten Transportbehältern kostenlos mitgenommen werden. Sie brauchen kein Behältnis für Ihren Hund, wenn er mit Maulkorb und Leine gesichert ist. Jedoch benötigen Sie in diesem Fall ein Ticket. Das Ticket für Ihren Hund beträgt 10 % des Vollpreises, mindestens jedoch 2 Euro. In den Behindertenpass eingetragene Assistenzhunde fahren kostenlos im Zug mit und benötigen keinen Maulkorb.

Im Ausland sind die Einreisebestimmungen des jeweiligen Urlaubslandes zu berücksichtigen.

Fliegen mit Hund

Wenn Sie Ihren Urlaub als Flugreise mit Hund planen, ist zu beachten, dass nicht alle Fluggesellschaften Hunde mitnehmen. Bei manchen Fluggesellschaften sind kleine und leichte Hunde bis ca. 8 Kilogramm in der Kabine gestattet. Dafür benötigen Passagiere mit Hund eine spezielle wasserdichte, ausbruchssichere, stabile und luftdurchlässige Tasche. In der Business Class sind Hunde nicht erlaubt.

Größere Hunde müssen in eine Transportbox und fliegen im Frachtraum mit. Das bedeutet allerdings großen Stress für den Hund. In diesem Fall sollten Sie Ihren Hund bereits einige Wochen vor der Reise an die Transportbox gewöhnen. Die Größe der Box unterliegt den Bestimmungen der Fluggesellschaft. Unabhängig von diesen Bestimmungen sollten Sie darauf achten, dass Ihr Vierbeiner genug Bewegungsfreiheit hat, um stehen, liegen und sich drehen zu können. Beschriften Sie die Box mit Ihrem Namen sowie dem Namen des Hundes und Ihrer Adresse. Führen Sie eine Kopie der Transportpapiere, des EU-Heimtierausweises und der Einfuhrpapiere mit sich und geben Sie Ihrem Hund sein Lieblingstrockenfutter und ein Spielzeug mit. Die Box sollte zudem gut verkleidet sein, damit der Hund im Schlaf nicht auskühlt.

Ist Ihr Begleiter kein Blinden- oder Behindertenhund, liegen die Kosten für die Mitnahme, je nach Größe und Flugzone, zwischen 35 und 300 €. Skyscanner bietet einen Überblick zu den unterschiedlichen Voraussetzungen und Preisen der einzelnen Airlines. Da Fliegen für Hunde immer Stress bedeutet, sollten Sie sich vorher gut überlegen, ob das zumutbar ist.

Bestimmte Rassen sollten aus gesundheitlichen Gründen generell nicht fliegen. Dazu gehören bspw. Boston Terrier, Boxer, Bulldoggen, Pekinesen und Shi Tzus.

Tipps für den Flug mit Hund:

  • Vorher die Flugtauglichkeit des Hundes überprüfen (Tierarzt kontaktieren)
  • auf der Webseite der Airline Regelungen zum Transport von Hunden einsehen
  • Über Ein- und Ausfuhr sowie Tierschutzbestimmungen des Reiseziels informieren
  • Airline frühzeitig mitteilen, dass ein Hund mitfliegt
  • Ggf. Box und Ausstattung vorbereiten (Trockenfutter, Wasser, Spielzeug)
  • Box mit Namen, Namen des Hundes und Adresse beschriften
  • Kopie der Transportpapiere, des EU-Heimtierausweises und der Einfuhrpapiere einstecken

Schifffahrt mit Hund

Hunde können ebenso wie der Mensch seekrank werden. Vor einer längeren Reise sollten Sie mit dem Hund zumindest kurze Fahrt testen, bevor die Kreuzfahrt gebucht wird. Auch wenn Hunde an Bord erlaubt sind, gilt es die jeweiligen Vorschriften zu beachten. Bei kurzen Fährverbindungen ist es zum Teil nicht gestattet, dass der Hund sich auf dem Schiff bewegt.

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Impfungen/Medikamente

Vor allem bei chronisch kranken Hunden sollten Sie immer eine ausreichende Menge der notwendigen Medikamente im Gepäck haben. Eine gut sortierte Reiseapotheke empfiehlt sich in jedem Fall, besonders wenn man bedenkt, dass in vielen Regionen (bspw. in Teilen Skandinaviens) der nächste Tierarzt stundenweit entfernt sein kann.

Wer sich für eine Reise ins Ausland entscheidet, sollte sich rechtzeitig über die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen des Landes informieren. Die Tollwutimpfung sowie der EU Heimtierausweis sind immer Pflicht. Die restlichen Regelungen unterscheiden sich auch innerhalb der EU-Staaten stark und beinhalten Aspekte wie Impfpflicht, Einreiseverbot für bestimmte Rassen, Maulkorbpflicht etc.

Es empfiehlt sich, mindestens ein halbes Jahr vor der geplanten Reise die aktuellen Gesetzgebungen zu recherchieren und den Tierarzt zu konsultieren.

Versicherungen

Krankenversicherung für den Hund: DFV-TierkrankenSchutz

Unvorhergesehene Krankheitsfälle und Unfälle können nicht nur den reisenden Hundehalter, sondern auch den Vierbeiner treffen. Jeder Hundebesitzer weiß, dass ein Besuch beim Tierarzt mit hohen Kosten verbunden ist. Wird der Hund im Urlaub krank, kann das schnell ein großes Loch in die Urlaubskasse reißen.

Vor allem im Urlaub lauern viele gesundheitliche Risiken. In fremdländischen Gegenden gibt es häufig verunreinigtes Trinkwasser und ungewohntes Futter, das für Verdauungsstörungen, Erbrechen und Durchfall sorgen kann. Auch Insektenstiche und -bisse sind nicht selten. In manchen Ländern begegnet man zudem streunenden Hunden, die mit dem eigenen aneinander geraten können.

Mit unserer Hundeversicherung DFV-TierkrankenSchutz ist Ihr treuer Begleiter auch im Ausland bestens geschützt. Der Versicherungsschutz gilt bei einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt in Europa für die gesamte Dauer und außerhalb Europas für höchstens sechs Monate.

Unsere Hundeversicherung bietet Ihnen alle Leistungen für veterinärmedizinisch notwendige Heilbehandlungen bei Krankheit oder nach einem Unfall Ihres Hundes. Eingeschlossen sind die ambulante und stationäre Behandlung, Kosten für Medikamente, Verbandsmaterialien sowie Operationen. Der Versicherungsschutz gilt weltweit.

Reiserücktrittsversicherung

Für den Fall, dass der Hund den Urlaub krankheitsbedingt kurz vor Reisebeginn nicht antreten kann, empfiehlt sich der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung. Diese übernimmt im Leistungsfall alle anfallenden Stornokosten der Reise. Dafür ist dann die Bescheinigung eines Tierarztes über den Gesundheitszustand des Hundes nötig.

Die Versicherung sollte direkt bei der Buchung der Reise abgeschlossen werden, kann aber in der Regel auch noch bis spätestens 30 Tage vor Reisebeginn abgeschlossen werde. Sollten zwischen Reisebuchung und Beginn weniger als 30 Tage liegen, muss der Versicherungsabschluss spätestens am dritten Werktag nach der Buchung erfolgen.

Die Reise-Rücktrittsversicherung wird nicht für den Hund selbst abgeschlossen, sondern für den Hundehalter. Der Hund muss allerdings in den Buchungsunterlagen genannt werden.

Einreisebestimmungen

Bei einem Hundeuralub im EU-Ausland muss der EU-Heimtierausweis mitgeführt werden. Anhand eines Mikrochips ist Ihr Hund eindeutig dem Ausweis zuzuordnen. Dieser weist nach, dass Ihr Hund alle notwendigen Impfungen bekommen hat.

In der Regel müssen Hunde ca. 30 bis 20 Tage vor der Einreise gegen Tollwut geimpft werden Sonstige Einreisebestimmungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Hier finden Sie eine beispielhafte Auflistung der Sonderregeln in einzelnen EU-Ländern:

  • In Portugal, Italien und Island braucht Ihr Vierbeiner zusätzlich noch ein Gesundheitszeugnis vom Tierarzt.
  • In Italien und Österreich müssen Sie Maulkorb und Leine immer dabei haben.
  • In Spanien und Portugal dürfen Hunde nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln mitfahren.
  • Nach Dänemark und Frankreich dürfen keine als gefährlich eingestuften Hunderassen einreisen. In Frankreich sind es die Rassen Pitbull, Boerbull und Typus Tosa. Dänemark verweigert insgesamt 13 Rassen die Einreise. Reisen Sie trotz des Verbotes mit den Hunderassen ein, darf der dänische Zoll den Hund beschlagnahmen.
  • An den Stränden von Dänemark müssen Hunde in der Zeit vom 01. April bis 30. September an der Leine geführt werden. In den dänischen Wäldern müssen die Vierbeiner zu jeder Zeit angeleint sein.
  • In einigen Regionen Spaniens dürfen Hunde nicht auf Promenaden mitgeführt werden.
  • In Schweden müssen Hunde bei der Ankunft beim Zoll angemeldet werden. Zusätzlich zur Tollwutimpfung werden weitere Impfungen gegen Leptospirose und Hundestaupe empfohlen.
  • In Island erhält man als Tourist in der Regel keine Einreisegenehmigung für den Hund. Benötigen Sie dennoch eine, müssen Sie sich an das Veterinäramt wenden.
  • In die Schweiz dürfen keine kupierten Hunde einreisen.

Es gilt also, für jedes Reiseziel eine ausreichende Recherche hinsichtlich Hundefreundlichkeit und der Einreisebestimmungen durchzuführen.

Hundebetreuung: Hundepension/Hundesitter

Wer seinen Hund doch nicht mitnehmen kann oder ihm den Stress und den Lärm einer Flugreise ersparen will, muss sich überlegen, wo er ihn während der Ferien unterbringt. In solchen Fällen bietet sich ein Hundesitter oder eine Hundepension an.

In einer Hundepension oder einem Hundehotel kümmert sich geschultes Personal um die Vierbeiner. Oft ist auch ein Hundesalon angeschlossen.

Um den richtigen Aufenthaltsort auszuwählen, gilt es ein paar Kriterien zu beachten. Die Hundepension sollte:

  • Wurmkur und Impfpass für ihre Gäste vorschreiben
  • den Hunden ausreichend Auslauf bieten
  • nicht mehr als zwei Hunde pro Zwinger halten
  • über einen Sachkundenachweis nach § 11 des Tierschutzgesetzes verfügen
  • Hygiene-Richtlinien wahren
  • das Mitbringen des eigenen Futters gestatten.

Zudem sollten Sie darauf achten, ob das Personal Fragen zum Umgang mit Ihrem Tieren stellt. Werfen Sie außerdem einen Blick auf die bereits untergebrachten Hunde. Machen diese einen gesunden und zufriedenen Eindruck, kann man davon ausgehen, dass es den Tieren dort gut geht.

Eine andere Möglichkeit ist das Hundesitting. Dabei kümmern sich fremde Personen gegen Bezahlung um den Hund. Die Preise variieren stark. In der Regel sind die Kosten für einen Hundesitter aber dennoch geringer als für eine Hundepension oder ein Hundehotel.

Darauf sollten Sie bei der Wahl des Hundesitters achten:

  • Der potenzielle Betreuer sollte einige Qualifikationen und Erfahrung mitbringen.
  • Der Hundesitter sollte einen seriösen sowie pflichtbewussten Eindruck machen und sich gut mit dem Hund verstehen.
  • Hund und zukünftiger Aufpasser sollten noch vor dem Urlaub ein wenig Zeit miteinander verbringen.
  • Die Person sollte über 16 Jahre alt sein.
  • Geben Sie dem Hundesitter die Urlaubsanschrift sowie die Telefonnummer des Tierarztes.

Checklisten für den Urlaub mit Hund

6 - 8 Wochen vor dem Urlaub

Das ist zu tun:

  • Einreisebestimmungen für das Reiseland checken
  • Beratung beim Tierarzt bzgl. Reiseapotheke und erforderlichen Impfungen
  • Impfungen verabreichen
  • Reiseapotheke vorbereiten
  • Heimtierausweis überprüfen (falls nicht vorhanden: ausstellen lassen)
  • Tierhaftpflicht- und Tierkrankenversicherung überprüfen
  • Gegebenenfalls: Grenzpapiere besorgen, Hund in der Unterkunft anmelden
  • Sollte der Hund dauerhaft Medikamente benötigen, nehmen Sie unbedingt einen ausreichenden Vorrat für die gesamte Reisedauer mit.

1 – 3 Tage vor dem Urlaub je nach Ziel (z.B. skandinavische Länder oder GB)

Das ist zu tun:

  • Ggf. Prophylaxen (z.B. Bandwurm) sowie Bestätigung im Heimtierausweises
  • Falls vom Reiseland gefordert: Gesundheitszeugnis beim Tierarzt einholen

Checkliste: Reisegepäck für den Hund

  • Halsband
  • zwei Leinen (kurze Leine für den Stadtbummel, längere Leine für Spaziergehwege)
  • Scheppleine
  • Geschirr
  • Hundepfeife
  • 2 bis 3 Handtücher
  • Maulkorb (je nach Reiseland und Gesetzen)
  • Adress- Plakette mit der Heimatadresse
  • Adress-Plakette oder Hülse für die Urlaubsadresse
  • Kotbeutel
  • Schlafplatz
  • Hundedecke (für Strand, Restaurant, Promenade, Picknick)
  • Hunde- Reisetasche (für kleine Hunde, besonders an Orten die sehr überlaufen sind)
  • zwei Näpfe (für Wasser und Futter)
  • Unterlage für Wasser- und Futternapf
  • Reisenapf (für das Wasser unterwegs)
  • Plastikflasche für Wasser unterwegs
  • Hauptfutter (Trockenfutter, Nassfutter, BARF)
  • Leckerchen
  • Kausnacks

Checkliste: Reiseapotheke

Folgende Dinge gehören im Urlaub mit Hund in jede Reiseapotheke:

  • Entzündungshemmendes Wundspray oder Wundsalbe
  • Parasitenprophylaxe (z. B. Spot-On-Präparate)
  • Sonnenschutzmittel für kurzhaarige Hunde
  • Desinfektionsmittel
  • Kohletabletten (oder andere Durchfallpräparate)
  • milder Ohrreiniger sowie sterile Kochsalzlösung zum Spülen
  • Elektrolyt-Pulver
  • Zeckenzange und Pinzette
  • Kühlkompressen, Verbandsmaterial und Schere
  • Watte zum Polstern von Verletzungen
  • Mittel gegen Reiseübelkeit/Erbrechen
  • Kalzium-Trinkampullen (können nach Insektenstichen helfen)
  • Augensalbe (für Strand- und Dreckwühler)
  • Pfotensalbe
  • Thermometer mit Digitalanzeige
  • vorhandenen Medikamente für spezielle Krankheiten des Hundes
  • Einweghandschuhe
  • Flohkamm
  • Notfallnummern der Tierärzte vor Ort

Alle Angaben ohne Gewähr.

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