Gesundheitsschutz für Ihre Katze
Ihre Vorteile mit dem DFV-Tierkrankenschutz
© Alena OzerovaToxoplasmose ist eine weltweit verbreitete parasitäre Infektion, die Katzen in der Regel wieder von alleine auskurieren können. In seltenen Fällen kommt es zur Ausprägung von Symptomen. Katzen mit einer Störung des Immunsystems können außerdem eine chronische Toxoplasmose entwickeln.
Die Toxoplasmose entsteht durch sogenannte Toxoplasmen (Toxoplasma gondii). Das sind einzellige Parasiten, für die Katzen als Endwirt dienen. Der Parasit wird also in der Katze geschlechtsreif und vermehrt sich. Andere Säugetiere wie z. B. Schweine, Schafe, Ziegen, Vögel und Reptilien sind Zwischenwirte der Parasiten. Hier machen sie also bestimmte Entwicklungsschritte durch.
Die Toxoplasmose der Katze ist eine Zoonose, was heißt, dass die Infektionskrankheit auch auf den Menschen übertragen werden kann. Bei gesunden Menschen verläuft die Infektion harmlos und oft vollkommen unbemerkt. Eine besondere Gefahr besteht allerdings, wenn sich eine werdende Mutter ansteckt. Je früher eine Infektion in der Schwangerschaft auftritt, desto schwerwiegender sind die Auswirkungen auf das ungeborene Kind. Es gilt, die Infektion bei Schwangeren umgehend zu behandeln. Wird die Infektion nicht erkannt und behandelt, sind Schädigungen des Zentralen Nervensystems oder der Organe des Babys möglich.
Toxoplasmose wird hauptsächlich über rohes Fleisch und über den Kot infizierter Katzen übertragen. Der häufigste Infektionsweg für die Katze ist der Verzehr von ungenügend erhitztem oder rohem Fleisch. Dementsprechend sind jagende Freigänger oder Tiere, die mit BARF-Futter versorgt werden, weitaus häufiger betroffen als mit kommerziellem Futter ernährte Wohnungskatzen.
Eine Ansteckung für weitere Katzen, andere Tiere oder Menschen ist nur bei direktem Kontakt mit dem infizierten Kot möglich. Zudem kann auch ungewaschenes Gemüse aus dem Garten eine Ursache sein.
Gesunde, erwachsene Katzen zeigen normalerweise gar keine bis wenige Symptome und werden von alleine mit dem Erreger fertig. Bei jungen und geschwächten Katzen kann es hingegen zu schweren Krankheitsverläufen kommen, die auf jeden Fall behandelt werden müssen.
Bei Katzen mit einem geschwächten Immunsystem kann die Infektion chronisch verlaufen und zu folgenden Symptomen führen:
Besonders bei trächtigen Katzen besteht das Risiko einer intrauterinen Infektion. Dabei kann der Erreger die ungeborenen Katzenwelpen infizieren, was zu Fehlgeburten oder schweren Schädigungen der Welpen führen kann. Dies ist ein ernstzunehmender Aspekt der Toxoplasmose, der für Züchter und Halter von Bedeutung ist.
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind daher essenziell, insbesondere bei trächtigen oder immungeschwächten Tieren.
Bei Verdacht auf Toxoplasmose untersucht der Tierarzt zunächst das Blut oder den Kot der Katze. Bei einer Infektion scheiden Katzen eine große Menge an Sporen (Oozysten) mit dem Kot aus, die unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Im Blut kann der Tierarzt Antikörper gegen die Toxoplasmen nachweisen. Um eine akute von einer chronischen Toxoplasmose zu unterscheiden, muss der Tierarzt zwei Blutproben im Abstand von zwei bis drei Wochen untersuchen.
Bei ausgewachsenen, gesunden Katzen verläuft die Toxoplasmose in der Regel unbedenklich. Die meisten Katzen zeigen keine Symptome und entwickeln nach der Infektion eine lebenslange Immunität gegen Toxoplasma gondii. Nur in seltenen Fällen, beispielsweise bei einer Immunschwäche oder einem wiederholten Kontakt mit dem Erreger, kann es zu einem erneuten Ausbruch der Erkrankung kommen.
Bei jungen Katzen kann die Erkrankung schwer verlaufen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Besonders bei trächtigen Katzen besteht die Gefahr einer intrauterinen Infektion, bei der der Erreger auf die ungeborenen Welpen übertragen wird. Dies kann zu Fehlgeburten oder schweren gesundheitlichen Schäden der Katzenwelpen führen, wie Entwicklungsstörungen oder Organschäden.
Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sind daher vor allem bei gefährdeten Tieren wie trächtigen oder immungeschwächten Katzen essenziell, um Komplikationen zu vermeiden.
Die Toxoplasmose bei Katzen wird in aller Regel nicht behandelt, da sie bei gesunden, ausgewachsenen Katzen ohne Symptome verläuft und die Katzen nach der Erkrankung meist Antikörper im Blut gebildet haben. Sollte die Katze jedoch Symptome zeigen, ist eine tierärztliche Ordination aufzusuchen. Stellt sich dann Toxoplasmose als Ursprung der Symptome heraus, können der Katze Antibiotika verabreicht werden.
Toxoplasmose kann während einer Schwangerschaft eine ernsthafte Gefahr für das ungeborene Kind darstellen. Die Infektion wird durch den Parasiten Toxoplasma gondii verursacht, der häufig bei Katzen vorkommt. Schwangere Frauen, die sich erstmals mit Toxoplasmose infizieren, haben ein erhöhtes Risiko, den Erreger auf das Kind zu übertragen. Dies kann je nach Schwangerschaftsmonat zu Fehlgeburten, Entwicklungsstörungen oder anderen Komplikationen führen.
Die Übertragung des Parasiten erfolgt über:
Um eine Infektion zu vermeiden, sollten schwangere Frauen folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:
Ein Toxoplasmose-Test gehört nicht zu den Standarduntersuchungen in der Schwangerschaft, kann jedoch auf Wunsch durchgeführt werden. Wird eine Infektion festgestellt, erfolgt die Behandlung in der Regel mit Antibiotika, um das Risiko für das ungeborene Kind zu minimieren.
In Österreich werden tierärztliche Leistungen in der Regel auf Basis einer Stundensatzempfehlung der Österreichischen Tierärztekammer (der sogenannten Honorarordnung) abgerechnet. Die tatsächlichen Kosten können je nach Ordination, Region und Aufwand variieren. Bei Not- und Wochenenddiensten sind Zuschläge möglich.
Wenn Ihre Katze von Toxoplasmose betroffen ist, müssen Sie mit Kosten für die allgemeine Untersuchung und evtl. auch für Medikamente rechnen. Sollte sich der Zustand Ihrer Katze daraufhin nicht verbessern oder sogar verschlechtern, können weitere Untersuchungen oder Behandlungen beim Tierarzt notwendig werden. Somit steigen auch die Kosten.
© Gabriela TulianIhre Vorteile mit dem DFV-Tierkrankenschutz
Eine Infektion mit Toxoplasmen lässt sich eigentlich nur bei reinen Wohnungskatzen verhindern. Und das auch nur, wenn die Katze ausschließlich mit ausreichend erhitztem oder tiefkühlgelagertem Fleisch oder mit handelsüblichem Katzenfutter ernährt wird. Vermeiden Sie die Fütterung mit rohem Fleisch, wenn Sie eine Toxoplasmose-Infektion verhindern wollen.
Bei Katzen mit Freigang lässt sich das Risiko kaum vermeiden, denn die Ansteckungsmöglichkeiten draußen sind vielfältiger. So kann es beim Vergraben des Kots oder auch beim Fressen von Mäusen leicht zu einer Ansteckung kommen. Da gesunde Katzen aber in der Regel keine Probleme mit der Toxoplasmose haben, ist hier auch keine besondere Prophylaxe nötig.
Ebenso können Sie sich infizieren, wenn sie mit rohem verunreinigtem Fleisch gefüttert werden oder wenn sie mit dem Kot einer anderen infizierten Katze in Berührung gekommen sind.
Wohnungskatzen sind eher seltener Träger der Toxoplasmose. Sie können allerdings auch betroffen sein, wenn sie mit rohem Fleisch gefüttert werden.
Während sich die Toxoplasmen in der Darmschleimhaut weiterentwickeln, kann es zu leichtem Durchfall oder Fieber kommen. Siedeln sich die Parasiten auch außerhalb des Darms an, können Beschwerden wie Husten, Atembeschwerden, Gelbsucht sowie Entzündungen der Augen, der Herzmuskulatur, der Skelettmuskulatur oder des Gehirns auftreten.
Die Infektion kann allerdings für immungeschwächte Tiere und Menschen problematisch werden. Besonders schwangere Frauen sollten sich durch Hygienemaßnahmen vor einer Infektion schützen, da Toxoplasmen schwerwiegende Folgen für das ungeborene Baby haben können.
Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Tiergesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Tiermediziner zu konsultieren.
Unsere Inhalte werden auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Studien verfasst, von einem Team aus tiermedizinischen Fachpersonal und Redakteuren erstellt, dauerhaft geprüft und optimiert.
Dieser Ratgeberartikel wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und von Fachexperten geprüft sowie überarbeitet. Eine detaillierte Beschreibung, wie wir KI im Unternehmen einsetzen, finden Sie in unseren KI-Prinzipien.
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