Gesundheitsschutz für Ihre Katze
Ihre Vorteile mit dem DFV-Tierkrankenschutz
© Tim KingWenn es der Katze aufgrund einer Nierenerkrankung plötzlich sehr schlecht geht, ist es gut möglich, dass eine Austrocknung dahintersteckt. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht im Mineralienhaushalt. In dem Fall sollte die Katze möglichst schnell eine Infusion mit wichtigen Elektrolyten beim Tierarzt erhalten. Am Wochenende oder nachts ist der tierärztliche Bereitschaftsdienst zu kontaktieren. Sollte eine solche Infusion regelmäßig notwendig sein, kann der Tierarzt Ihnen zeigen, wie das geht und Sie können die Infusion ggf. selbst Zuhause vornehmen.
Die Niere produziert den Urin der Katze. Mit dem Urin werden Gifte und Abfallprodukte aus dem Körper ausgeschieden, die die Katze über Futter oder die Umwelt aufnimmt. Zudem reguliert die Niere den Wasser- und Elektrolythaushalt und sie ist an der Produktion von Hormonen und der Regulation des Blutdrucks beteiligt. Bei einer Niereninsuffizienz kommt es zu einer Schädigung des Nierengewebes. In der Folge können die Nieren diese Funktionen nicht mehr ausreichend ausüben.
Man unterscheidet zwei Formen der Niereninsuffizienz, eine sogenannte akute (ANI) und eine chronische Form (CNI):
Bei der akuten Niereninsuffizienz befindet sich die Katze direkt in Lebensgefahr, ausgelöst durch Vergiftungen oder Ursachen außerhalb der Niere. Die Katze kann sich aber wieder vollständig davon erholen.
Bei der chronischen Niereninsuffizienz ist die Lebenserwartung der Katze allerdings auf lange Sicht bedroht. Die chronische Form wird oftmals nicht frühzeitig erkannt, da die Samtpfote erst in einem sehr späten Stadium sichtbare Symptome zeigt.
Die häufigsten Ursachen für Nierenerkrankungen bei Katzen sind:
In den meisten Fällen wird eine Niereninsuffizienz erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Deshalb ist es besonders wichtig, die Fellnase regelmäßig zu beobachten und bei auffälligen Veränderungen gleich einen Tierarzt aufzusuchen.
Typische Symptome einer Nierenerkrankung bei Katzen sind:
Um eine chronische Niereninsuffizienz zu diagnostizieren, führt der Tierarzt zunächst eine Blutuntersuchungdurch. Dabei überprüft er unter anderem die Kreatinin-, Harnstoff- und SDMA-Werte im Blut der betroffenen Katze. Der SDMA-Wert dient dabei als wichtiger Indikator, da er bereits ansteigt, wenn die Nieren der Katze ungefähr ein Drittel ihrer Leistung eingebüßt haben. Auffälligkeiten bei den Kreatinin- und Harnstoff-Werten lassen sich hingegen erst deutlich später feststellen.
Befindet sich eine Katze bereits in fortgeschrittenen Stadien der Niereninsuffizienz, tritt oft eine Blutarmut (Anämie) auf. In diesem Fall weist das Blut eine geringe Konzentration an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) auf. Ebenso deutet eine Übersäuerung des Blutes (Azidose) auf die Niereninsuffizienz hin. Zudem kann Phosphor-Konzentration erhöht sein (Hyperphosphatämie). Auch sind die Konzentrationen von Kalium und Calcium nicht selten verändert, wenn die Niere des Tieres den Mineralienhaushalt nicht mehr zuverlässig ausgleicht.
Zusätzlich zum Bluttest, kann eine Urinuntersuchung durchgeführt werden. Aufgrund der schlechten Nierenfunktion ist der Urin weniger konzentriert und es wird viel Eiweiß ausgeschieden (Proteinurie).
Außerdem wird der Tierarzt die Nieren der Katze abtasten. Diese sind bei Niereninsuffizienz etwas kleiner als gewöhnlich und manchmal schmerzhaft. Mittels einer Ultraschall-Untersuchung lassen sich die Nieren gut begutachten, ebenso wie mögliche Gewebeveränderungen.
Symptome sind noch nicht erkennbar. SDMA-Wert sowie Kreatinin-Wert sind normal bis leicht erhöht. Es gibt noch keine Auswirkung auf die Lebenserwartung.
Symptome sind nur manchmal erkennbar z. B. durch vermehrtes Trinken. SDMA-Wert und Kreatinin-Wert sind leicht erhöht. Ohne Therapie beträgt die Lebenserwartung noch ungefähr drei Jahre.
Blutbildveränderung und Symptome sind klar zu erkennen (Übelkeit, Abmagerung, Harndrang, Fressunlust, etc.). SDMA-Wert und Kreatinin-Wert sind erhöht. Ohne Therapie beträgt die Lebenserwartung noch ungefähr zwei Jahre.
Blutbildveränderung und Symptome sind sehr deutlich zu erkennen. SDMA-Wert und Kreatinin-Wert sind stark erhöht. Ohne Therapie beträgt die Lebenserwartung noch ungefähr 35 Tage.
Eine Niereninsuffizienz bei Katzen ist leider nicht heilbar. Dennoch können eine frühzeitige Diagnose und Nierendiät die Folgen der Erkrankung reduzieren, die Lebensdauer verlängern und die Lebensqualität der Katze verbessern.
Gegen die Niereninsuffizienz selbst, gibt es keine medikamentöse Behandlung. Da die sie aber auch mit begleitenden Erkrankungen wie Bluthochdruck und damit einhergehenden Herzerkrankungen oder einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) verbunden sein kann, werden ggf. Medikamente wie Blutdrucksenker oder Schilddrüsenmedikamente angewendet.
Da die chronische Niereninsuffizienz bei Katzen nicht heilbar ist, hat die Therapie der Erkrankung primär zum Ziel, das Fortschreiten zu verlangsamen und die Lebensqualität der Samtpfote aufrechterhalten. Grundlage dafür bildet eine ausgewogene, tierärztlich überwachte Nieren-Diät mit bestimmtem Nieren-Diätfutter. Durch die spezielle Zusammensetzung wird der verminderte Stoffwechsel nicht belastet. Die wertvollen Inhaltsstoffe können ausreichend verarbeitet und ausgeschieden werden.
Das Diätfutter enthält hochwertige Proteine mit einem korrigierten Phosphat-Kalzium-Verhältnis und einem Zusatz an wasserlöslichen Vitaminen, welche die erkrankten Nieren nicht erfolgreich im Körper zurückhalten können. Gleichzeitig sorgt dieses Futter dafür, dass sich keine schädlichen Stoffe im Organismus ansammeln.
Neben der Nieren-Diät kann können der erkrankten Katze spezielle Nahrungsergänzungsmittel verabreicht werden. Diese wirken appetitanregend wirken, führen dem Körper zusätzliche Vitalstoffe zu und binden das Phosphat aus dem Futter.
Bei einer Niereninsuffizienz sind prinzipiell alle Maßnahmen hilfreich, die eine erhöhte Wasseraufnahme der erkrankten Katze fördern. Zu diesen Maßnahmen gehört beispielsweise:
Die Wirksamkeit der in diesem Kapitel dargestellten Methoden aus den Bereichen Alternativmedizin und/oder Naturheilkunde gelten als wissenschaftlich nicht überprüfbar. Bewerten Sie diese Informationen daher mit Vorsicht und konsultieren Sie im Zweifel immer einen Arzt.
Homöopathische Mittel gegen die Niereninsuffizienz bei Katzen:
Zur Verabreichung der homöopathischen Mittel gibt man der Katze einmal täglich 3-5 Globulis in etwas Wasser aufgelöst direkt ins Maul.
Die Ursachen der Niereninsuffizienz lassen sich nie ganz vermeiden, so dass Vorbeugung nur in begrenztem Rahmen möglich ist:
Tierärztliche Ordinationen und Tierkliniken können ihre Preise selbst festlegen. Als Orientierung dient eine Honorarempfehlung der Österreichischen Tierärztekammer, die seit dem 24. November 2025 bei 172,00 € netto pro Stunde liegt. Die Kosten hängen von Leistung und Aufwand ab. Bei Behandlungen im Notdienst können aufgrund des höheren Aufwands zusätzliche Zuschläge anfallen.
Wenn Ihre Katze von Niereninsuffizienz betroffen ist, müssen Sie mit Kosten für die allgemeine Untersuchung und für Medikamente rechnen. Sollte sich der Zustand Ihrer Katze daraufhin nicht stabilisieren oder sogar verschlechtern, können weitere Untersuchungen oder Behandlungen beim Tierarzt notwendig werden. Somit steigen auch die Kosten.
© Gabriela TulianIhre Vorteile mit dem DFV-Tierkrankenschutz
Zuvor kann es allerdings sein, dass das Zahnfleisch der Katze infolge der Nierenprobleme empfindlich wird. Das macht die eigene Fellpflege schmerzhaft, so dass sie irgendwann ganz unterlassen wird.
In frühen Stadien mit frühzeitiger Therapie ist die Lebenserwartung relativ hoch. Deshalb sollte man seine Katze ab einem Alter von ca. 7 Jahren regelmäßig beim Tierarzt durchchecken lassen. Je weiter die Krankheit jedoch ohne Therapie voranschreitet, desto geringer wird auch die Lebenserwartung.
Ein gutes Diätfutter zeichnet sich durch einen moderaten Gehalt an hochwertigen Proteinen sowie einen reduzierten Gehalt an Phosphor und Salz aus. Außerdem sollten nierenkranke Katzen stets ausreichend trinken.
Auch bewegen sich Katzen weniger, da Bewegungen ihnen Schmerzen bereiten oder sie zu schwach dafür sind.
Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Tiergesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Tiermediziner zu konsultieren.
Unsere Inhalte werden auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Studien verfasst, von einem Team aus tiermedizinischen Fachpersonal und Redakteuren erstellt, dauerhaft geprüft und optimiert.
Dieser Ratgeberartikel wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und von Fachexperten geprüft sowie überarbeitet. Eine detaillierte Beschreibung, wie wir KI im Unternehmen einsetzen, finden Sie in unseren KI-Prinzipien.
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