Gesundheitsschutz für Ihre Katze
Ihre Vorteile mit dem DFV-Tierkrankenschutz
© shutterstockMilben sind Kleinstlebewesen und gehören zu den Spinnentieren. Sie gelten neben Zecken und Flöhen als häufigste Parasiten bei Katzen. Neben den ungefährlichen Milbenarten wie Hausstaubmilben, gibt es auch Milbenarten, die Menschen und Tiere befallen. Diese setzen sich auf der Katze fest und nutzen sie als Wirt, indem sie ihr Blut aussaugen und sich zusätzlich von ihren Hautzellen ernähren. Die Parasiten sind teilweise für andere Tiere sowie Menschen ansteckend und führen beispielsweise zu Juckreiz, Haarausfall, Ekzemen und Verkrustungen.
Notoedres-Milben kommen überwiegend bei Katzen vor und befallen nur in seltenen Fällen auch andere Haustiere und Menschen. Sie gelten als hochansteckend und werden größtenteils von Katze zu Katze übertragen. Typische Symptome der Notoedres-Milben sind starker Juckreiz und schuppige, krustige Hautveränderungen vor allem an Ohren, Gesicht und Hals. Manchmal treten sie auch an Pfoten oder anderen Körperstellen auf.
Ohrmilben befallen sowohl Katzen als auch Hunde im äußeren Gehörgang. Daher führt ein Befall zu einer Entzündung des Gehörgangs. In der Folge leiden betroffene Tiere unter starkem Juckreiz und häufigem Ohrenschütteln. Es bilden sich braune, kaffeesatzartige Beläge im Gehörgang und die Ohrmilben selbst sind als kleine schwarze Punkte zu erkennen.
Pelzmilben leben im Fell von Katzen und sind als weiße kleine Punkte zu erkennen. Hunde können ebenfalls davon befallen werden und in den meisten Fällen stecken sich Tiere untereinander an. In der Folge kommt es zu schuppiger Haut sowie Juckreiz.
Grabmilben befallen überwiegend Hunde und kommen bei Katzen nur sehr selten vor. Die Milben graben Gänge in die oberen Hautschichten ihres Wirts und sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Es kommt meistens zu Hautveränderungen an den Ohren, im Gesicht, am Bauch sowie an Ellbogen- und Sprunggelenken.
Herbstgrasmilben befallen sowohl Katzen als auch Hunde vor allem im Früh- und Spätsommer. Sie wandern jedoch nicht von Tier zu Tier, sondern befinden sich im Grünen wie z. B. in Wiesen. Von dort aus wandern sie auf ihren Wirt. Betroffen sind vor allem bodennahe Körperregionen wie die Pfoten, die Brust und der Bauch. Ein typisches Symptom ist starker Juckreiz an diesen Körperstellen.
Haarbalg-Milben kommen bei Katzen eher selten vor. Wenn ein Befall bei der Katze auftritt, dann meistens im Zusammenhang mit Erkrankungen, die das Immunsystem der Katze schwächen – so beispielsweise bei Diabetes mellitus, Krebs, Leukose oder bei einer Infektion mit dem Immunschwächevirus FIV.
Wie es zum Befall mit Milben bei der Katze kommt, ist abhängig von der Milben-Art. Die Ohrmilbe, die bei Katzen am häufigsten vorkommt, ist das ganze Jahr über aktiv und wird durch direkten Kontakt mit anderen befallenen Katzen oder Hunden übertragen. Am häufigsten stecken sich junge Samtpfoten bei ihrer Mutter an. Grasmilben kann sich die Katze draußen im Garten oder bei Streifzügen durch die Natur einfangen – vor allem in den Sommer- und Spätsommermonaten. Raubmilben werden von anderen infizierten Artgenossen oder auch durch kontaminierte Gegenstände übertragen – ebenso wie die Notoedres-Milbe.
Milben, die sich im Fell oder in der Haut befinden, weist der Tierarzt mit einem Tesaabklatsch oder einem Hautgeschabsel nach. Dabei schabt der Tierarzt mit einem Skalpell ein wenig Haut ab und betrachtet sie unter dem Mikroskop.
Herbstgrasmilben sowie Pelzmilben lassen sich bereits mit bloßem Auge erkennen. Ohrmilben kann der Tierarzt erkennen, wenn er mit einem Otoskop ins Ohr der Katze schaut.
Milben übertragen zwar keine Krankheitserreger, jedoch kann ein Milbenbefall mit unangenehmen Folgen für Katze und Mensch einhergehen. Je nach Milben-Art und Anzahl kommt es zu entzündlichen Hautreizungen, die durch Aufkratzen zu großflächigen Wunden werden.
Die schwerste Erkrankung, die bei Katzen durch Milben entstehen kann, ist die sogenannte Räude, die auch als Kopf- oder Ohrräude bezeichnet wird. Sie entsteht durch den Befall mit Räudemilben und geht mit blutigen Kratzwunden sowie starken Verkrustungen einher. Wird die Räude rechtzeitig von einem Tierarzt therapiert, ist sie gut heilbar.
Katzen mit Verdacht auf Milben sollten einem Tierarzt vorgestellt werden. Bestimmte Wirkstoffe, die in Form von Sprays, Spot-ons, Shampoos oder Salben eingesetzt werden, bekämpfen die Milben. Zusätzlich kann der Tierarzt ein juckreizstillendes Mittel verabreichen. Ist die Haut zudem mit Bakterien oder Pilzen infiziert, sind weitere Medikamente notwendig, damit die Haut heilen kann.
Viele Präparate, die auch vor anderen Ektoparasiten wie Zecken und Flöhen schützen, bieten auch einen Schutz vor Milben. Tierärzte können Katzenhalter beraten, welches Mittel im Einzelfall geeignet ist. Falls sich mehrere unterschiedliche Tierarten im Haushalt befinden, die gegen Milben behandelt werden müssen, ist bei der Behandlung Vorsicht geboten: Bestimmte Medikamente gegen Ektoparasiten bei Hunden, können für Katzen und andere Tiere giftig sein. Daher sollte immer ein Präparat verwendet werden, das für die jeweilige Tierart zugelassen ist und dessen Dosierung dem individuellen Körpergewicht des Tieres entspricht.
Gegen Milben bei Katzen gibt es kein wirksames Hausmittel. Auch wenn sich hartnäckige Gerüchte halten, dass z. B. bestimmte Öle oder Zitrone als Hausmittel gegen Milben bei Katzen helfen sollen, so ist das keinesfalls wissenschaftlich belegt. Milben bei Katzen sollten immer von einem Tierarzt behandelt werden.
Homöopathische Mittel können nach einer erfolgreichen Behandlung der Katzen-Milben helfen, das Immunsystem der Samtpfote zu stärken. Ebenfalls können sie eingesetzt werden, um das Immunsystem der Katze zu stärken und so einem möglichen Befall vorzubeugen. Hierzu eignen sich Propolis D12 Globuli sowie Silicea D12 Globuli, die direkt unter die Zunge gelegt werden.
Natürliche Anti-Milbensprays mit Inhaltsstoffen wir Geraniol oder Margosa können präventiv auf das Fell der Katze aufgetragen werden, um einem Milbenbefall vorzubeugen.
Jede Ordination kann ihre Preise selbst festlegen. Als Orientierung dient eine Honorarempfehlung der Österreichischen Tierärztekammer, die seit dem 24. November 2025 bei 172,00 € netto pro Stunde liegt. Die Kosten hängen davon ab, welche Leistungen erforderlich sind. Bei Behandlungen im Notdienst können aufgrund des höheren Aufwands zusätzliche Zuschläge anfallen.
Wenn Ihre Katze von Milben befallen ist, müssen Sie mit Kosten für die allgemeine Untersuchung und für Medikamente rechnen. Sollte sich der Zustand Ihrer Katze daraufhin nicht verbessern oder sogar verschlechtern, können weitere Untersuchungen oder Behandlungen beim Tierarzt notwendig werden. Somit steigen auch die Kosten.
© Gabriela TulianIhre Vorteile mit dem DFV-Tierkrankenschutz
Mögliche Maßnahmen, um Milben bei Katzen vorzubeugen, sind:
So kann sich der Mensch bei Katzen mit Pelz- oder Notoedres-Milben anstecken. Ohrmilben, Haarbalgmilben sowie Grabmilben bei Katzen sind für Menschen nicht ansteckend. Grasmilben können beim Menschen ebenfalls zu Beschwerden führen. Sie gelangen jedoch nicht vom Tier, sondern direkt aus der Umgebung auf den Menschen.
Die Milben siedeln sich in den Ohren, am Kopf und am Nacken an, können sich aber auch über den ganzen Körper ausbreiten. Sie vermehren sich, indem sie sich in die Haut der Katze graben und sich dort auch fortpflanzen. Die Katzenräude ist hochansteckend. Im Falle einer Infektion leidet die betroffene Katze unter sehr starkem Juckreiz, Entzündungen und Verkrustungen der Haut.
Diese Prophylaxe erfolgt durch Halsbänder, Spot-on-Präparate oder Tabletten und muss regelmäßig wiederholt werden. Zudem sollten Sie regelmäßig Schlafplätze, Futter- und Wassernäpfe, Spielzeug und Fellpflegeprodukte Ihrer Katze reinigen.
Sie haben einen rundlichen Körper und sind mit bloßem Auge nicht immer zu erkennen. Je nach Art erscheinen die Milben von milchig-weiß bis hin zu orange.
Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Tiergesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Tiermediziner zu konsultieren.
Unsere Inhalte werden auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Studien verfasst, von einem Team aus tiermedizinischen Fachpersonal und Redakteuren erstellt, dauerhaft geprüft und optimiert.
Dieser Ratgeberartikel wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und von Fachexperten geprüft sowie überarbeitet. Eine detaillierte Beschreibung, wie wir KI im Unternehmen einsetzen, finden Sie in unseren KI-Prinzipien.
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