Gesundheitsschutz für Ihre Katze
Ihre Vorteile mit dem DFV-Tierkrankenschutz
© freestockcenterDie Katzenseuche ist eine ansteckende, lebensbedrohliche Virusinfektion, die auch Panleukopenie, Agranulomatose, Katzenpest, Katzenstaupe, infektiöse Enteritis der Katzen oder Panleucopenia infectiosa felis genannt wird. Die Erkrankung tritt vorwiegend bei jungen Katzen im Alter von zwei bis sechs Monaten auf. Aber auch ältere Katzen können daran erkranken. Die Katzenseuche sollte möglichst schnell behandelt werden, da vor allem junge Katzen bereits innerhalb eines Tages daran sterben können.
Katzenseuche wird durch das feline Panleukopenie-Virus hervorgerufen. Dieser Erreger ist sehr eng mit dem Parvovirus B19 verwandt, der bei Hunden eine ähnliche Erktaung hervorruft. Das Virus ist extrem langlebig und kann bei Raumtemperatur bis zu einem Jahr lang an Gegenständen wie z. B. Spielzeug oder dem Körbchen überleben. Es ist zudem gegen die meisten gängigen Desinfektionsmittel resistent. Für die Infektion ist kein direkter Kontakt zu einem infizierten Tier nötig. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit infiziertem Material wie Kot, Urin, Nasensekret, verschmutztes Futter, Trinknäpfe oder andere kontaminierte Gegenstände. Auch eine indirekte Übertragung über Flöhe oder andere Insekten ist möglich und selbst im Mutterleib können noch ungeborene Kätzchen infiziert werden, wenn die Katzenmutter nicht geimpft ist.
Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Katzenseuche, beträgt 3 bis 12 Tage.
Bei der perakuten Form der Infektion treten keine Krankheitssymptome auf und der plötzliche Tod tritt innerhalb weniger Stunden ein. Davon sind häufig sehr junge Katzen betroffen, deren Immunsystem noch nicht ausgeprägt ist.
Bei der plötzlich auftretenden akuten Form zeigen sich folgende Symptome:
Bei der subakuten Form der Katzenseuche sind die Symptome oft weniger stark ausgeprägt. Der Durchfall kann jedoch chronisch und damit nicht mehr behandelbar werden.
Wenn Sie bei Ihrer Katze die Katzenseuche vermuten, muss die Katze so schnell wie möglich von einem Tierarzt behandelt werden. Die Diagnose erfolgt anhand einer Blutuntersuchung sowie einer Kotuntersuchung. Im Kot lässt sich der Erreger der Katzenseuche, das Parvovirus, direkt nachweisen. Eine Blutuntersuchung zeigt die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die bei der Katzenseuche oft dramatisch abnimmt.
Katzenseuche ist grundsätzlich heilbar, wenn die betroffene Katze möglichst schnell von einem Tierarzt behandelt wird. Erwachsene, gut genährten Tiere leiden in aller Regel nur unter leichten Symptomen. Die Infektion kann das Immunsystem jedoch soweit schwächen, dass andere Krankheiten begünstigt werden. Eine Faustregel besagt: Wenn eine Katze die ersten 5 Tage der Infektion überlebt, stehen die Chancen sehr gut, dass sie sich wieder erholt.
Für junge, kranke und ungeimpfte Katzen stehen die Chancen schlechter. Im Alter von 6 bis 16 Wochen kann die Erkrankung tödlich enden.
Erkrankte Jungtiere, die sich bereits im Mutterleib infiziert haben, können unter Umständen ihr Leben lang an Folgeschäden wie z. B. Blindheit oder Koordinationsschwierigkeiten leiden.
Die Katzenseuche muss möglichst schnell behandelt und erkrankte Katzen stabilisiert werden. Die Behandlung erfolgt in erster Linie mit Hilfe von unterstützenden Maßnahmen. Um die Katze vor dem Austrocknen zu schützen, bekommt sie Infusionen mit Elektrolyten und Zuckerlösungen. In manchen Fällen bekommt sie auf diesem Weg auch Heparin gegen eine vermehrte Blutgerinnung. Im Falle von Erbrechen und Durchfall werden der kranken Samtpfote Medikamente gegen Übelkeit, Magenschutztabletten sowie Schmerzmittel verabreicht. Tritt infolge des geschwächten Immunsystem eine bakterielle Sekundärinfektion auf, wird diese durch Breitband-Antibiotika behandelt. Immunglobulinen können das Immunsystem zusätzlich unterstützen. Bei einem akuten Verlauf muss die Katze stationär in einer Tierklinik aufgenommen werden. In besonders schweren Fällen kann eine Bluttransfusion für die Katze nötig sein.
Katzen, die an Katzenseuche leiden, müssen umgehend vom Tierarzt versorgt werden. Als Hausmittel lassen sich lediglich Ruhe und Schlaf benennen. Vermeiden Sie Stress sowie körperliche Anstrengung für Ihre Katze und achten Sie vermehrt auf gute Hygiene. Schenken Sie Ihrer Samtpfote Aufmerksamkeit und Zuwendung. Nach Absprache mit dem Tierarzt kann das Füttern mit Schonkost, wie z.B. gekochtes Hühnerfleisch oder Hüttenkäse, sinnvoll sein.
Eine Katze, die an der Katzenseuche erkrankt ist, muss immer einem Tierarzt vorgestellt und entsprechend medizinisch versorgt werden.
Zusätzlich zur schulmedizinischen Versorgung können homöopathischen Mittel die Behandlung symptomatisch unterstützten. Diese Mittel sollten Sie mit dem Tierarzt absprechen. Die Präparate werden individuell und abhängig vom Allgemeinzustand ausgewählt.
Für Impfungen mit dem Kombinationsimpfstoff gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche müssen Katzenbesitzer mit Kosten von je 30 bis 60 Euro rechnen.
Die Verrechnung tierärztlicher Leistungen orientiert sich an der Honorarordnung der Österreichischen Tierärztekammer sowie am tatsächlichen Aufwand der jeweiligen tierärztlichen Ordination. Faktoren wie Zeitaufwand, Diagnostik, Medikamente, Materialkosten und Behandlungsumfang beeinflussen den Endbetrag. Bei Notfällen bzw. Behandlungen außerhalb der Ordinationszeiten (z. B. Nacht, Wochenende/Feiertag) können Zuschläge anfallen.
Wenn Ihre Katze von Katzenseuche befallen ist, müssen Sie mit Kosten für die allgemeine Untersuchung und für Medikamente rechnen. Sollte sich der Zustand Ihrer Katze daraufhin nicht verbessern oder sogar verschlechtern, können weitere Untersuchungen oder Behandlungen beim Tierarzt notwendig werden. Somit steigen auch die Kosten.
© Gabriela TulianIhre Vorteile mit dem DFV-Tierkrankenschutz
Das beste Mittel, um Katzenseuche vorzubeugen, ist die Impfung. Nur so kann eine lebenslange Immunität gewährleistet werden. Die ersten prophylaktischen Impfungen werden im Alter von 8, 12 und 16 Wochen durchgeführt. Anschließend erfolgt die erste Auffrischungs-Impfung nach 15 Monaten und dann, je nach Impfstoff, alle zwei bis drei Jahre. Wird mit der Impfung erst in fortgeschrittenem Alter der Katze begonnen, reicht es aus, zweimal im Abstand von vier Wochen zu impfen. Die Auffrischung erfolgt dann nach einem Jahr.
Ansteckungsgefahr besteht neben Katzen auch für Tiere wie Waschbären und Nerze.
Die Parvoviren des Hundes führen bei ihm zur Parvovirose, die auch Katzenseuche des Hundes genannt wird. Das Parvovirus der Katze ist eng mit dem des Hundes verwandt und verursacht die eigentliche Katzenseuche bei Katzen, die auch als Panleukopenie bezeichnet wird. Hunde und Katzen können sich nicht gegenseitig anstecken, sondern nur untereinander.
Der Impfstoff gegen diese Erkrankung ist ein sogenannter Lebendimpfstoff. Dieser enthält abgeschwächte Krankheitserreger und schützt wirksam vor einer Infektion.
Sollte Sie bei Ihrer Katze eine Infektion mit Katzenseuche vermuten, sprechen Sie am besten vorher mit dem Tierarzt telefonisch ab, wie sie sich verhalten sollen, damit sich in der Ordination keine anderen Tiere anstecken.
Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Tiergesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Tiermediziner zu konsultieren.
Unsere Inhalte werden auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Studien verfasst, von einem Team aus tiermedizinischen Fachpersonal und Redakteuren erstellt, dauerhaft geprüft und optimiert.
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