Erste Hilfe leisten, Kosten absichern
Ihre Vorteile mit dem DFV-Tierkrankenschutz
© Lum3n - PixabayOft kommt es gerade dann zum Notfall, wenn Ihr Tierarzt bereits Feierabend hat, am Wochenende, Feiertage oder nachts. Sie sollten wichtige Notrufnummern von Tierärzten und der nächsten Tierklinik notieren, damit Sie alle direkt auf einen Blick haben und schnell handeln können. Damit Sie schnell eine verfügbare tierärztliche Ordination oder eine Tierklinik finden, haben wir hier einige Tipps für Sie zusammengeschrieben:
Wenn Sie in ländlichen Regionen wohnen, sollten Sie bereits vor einem Notfall Entfernungen zur nächsten Tierklinik checken, weil bei einem schwerwiegenden Notfall jede Sekunde zählt.
In der Ruhe liegt die Kraft – das gilt auch dann, wenn Ihr Vierbeiner sich verletzt hat. Machen Sie also keine schnellen Bewegungen, sondern bleiben Sie entspannt. Das beruhigt auch Ihren Hund. Er wirkt trotzdem plötzlich aufgeregter oder will wegrennen? Dann steht er wahrscheinlich unter Stress oder hat sogar einen Schock erlitten. Versuchen Sie in dem Fall, vorsichtig eine Leine um seinen Hals zu legen. Diese können Sie dann locker in der Hand halten oder an einem Baum befestigen. So kann Ihr Tier nicht weglaufen und sich dabei erneut verletzen.
Wie es Ihrem Hund geht, erkennen Sie an der Farbe seines Zahnfleisches. Ist es bläulich bis lila gefärbt? Dann fehlt Ihrem Vierbeiner Sauerstoff. Glänzt die Schleimhaut hingegen rosa, gibt es keinen Grund zur Sorge. Sie wollen zusätzlich auf Nummer sichergehen? Dann drücken Sie mit Ihrem Daumen für einen kurzen Moment gegen das Zahnfleisch. Nach dem Fingerdruck sollte die Stelle schon nach zwei Sekunden wieder von weiß zu rosa wechseln. Wenn nicht, ist das ein Zeichen für einen zu schwachen Kreislauf.
Ihr Vierbeiner steht nur noch unsicher oder hat eine Wunde? Dann legen Sie ihn vorsichtig auf die Seite. Achten Sie darauf, dass seine Verletzungen den Boden nicht berühren. Tipp: Mit einer Decke oder Jacke unter seinem Körper machen Sie die Lage für Ihren Hund viel angenehmer.
Legen Sie die Fingerspitzen auf den Brustkorb Ihres Hundes. So können Sie fühlen, ob Ihr Tier gleichmäßig atmet. Die Grundregel: Innerhalb von einer Minute sollten Sie zwischen 10 und 40 Atemzügen spüren. Die Atemfrequenz Ihres Vierbeiners liegt darunter oder darüber? Das deutet auf Atemprobleme hin.
Ein kleines Tier können Sie im Arm zum Tierarzt tragen, einen größeren Hund sollten Sie in einer Box transportieren. Achten Sie vor allem bei einem freien Tier darauf, dass es bei der Ankunft nicht aus dem Auto springen kann. So sind weitere Verletzungen ausgeschlossen.
Bei einem medizinischen Notfall Ihrer Fellnase, ist schnelles Handeln entscheidend. Doch wann genau ist eine Situation ein echter Notfall, der sofortige Maßnahmen oder einen Besuch bei einer tierärztlichen Ordination erfordert? Hier erfahren Sie, auf welche Anzeichen Sie achten sollten, um Notfälle beim Hund schnell zu erkennen:
Eines der ersten Anzeichen dafür, dass Ihr Hund möglicherweise in Not ist, kann eine deutliche Veränderung in seinem Verhalten sein. Achten Sie auf:
Schwierigkeiten beim Atmen sind immer ein Grund zur Besorgnis und ein klares Zeichen dafür, dass Ihr Hund sofortige Aufmerksamkeit benötigt. Zu den Warnsignalen gehören:
Offensichtliche Verletzungen wie tiefe Schnitte, Brüche oder Verbrennungen bedürfen umgehend einer professionellen Behandlung. Ebenso verhält es sich mit Verdachtsfällen auf Vergiftung, die sich durch Erbrechen, Durchfall, übermäßiges Speicheln oder Krampfanfälle äußern können.
Manche Symptome können auf ernsthafte gesundheitliche Probleme hinweisen, die sofortige veterinärmedizinische Betreuung erfordern:
Notfälle kommen unerwartet, treten plötzlich auf und enden im schlimmsten Fall tödlich. Egal um welchen Notfall es sich handelt, sollten Sie immer so schnell wie möglich einen Tierarzt kontaktieren und versuchen, die Ruhe zu bewahren. Außerdem empfehlen wir, einen Erste-Hilfe-Kurs für Hunde zu besuchen. In den Kursen lernen Sie, wie Sie am effektivsten handeln, wenn Ihr vierbeiniger Freund in eine medizinische Notlage gelangt. Auch helfen Ihnen unsere Tipps in Notfallsituationen richtig zu handeln. Wir haben hier einige häufige Notfälle zusammengefasst, damit Sie im Fall der Fälle wissen, welche Maßnahmen zur Ersten Hilfe ergriffen werden sollten:
In kritischen Momenten, wenn es um das Leben deines Hundes geht, kann Ihr Handeln entscheidend sein. Bewusstlosigkeit, Atem- oder Herzstillstand sowie Zustände wie hochgradige Apathie, Lähmung oder Koma sind absolute Notfälle, bei denen jede Sekunde zählt. Hier erfahren Sie, wie Sie in diesen Situationen richtig reagieren:
Ein Atemstillstand kann durch verschiedene Ursachen wie Erstickung, einen Unfall oder eine Krankheit ausgelöst werden. Diese Schritte können Ihrem Vierbeiner helfen:
Wenn zusätzlich zum Atemstillstand kein Herzschlag fühlbar ist, muss umgehend mit der Herzdruckmassage begonnen werden.
Diese Symptome können auf schwere gesundheitliche Probleme hinweisen und erfordern sofortige medizinische Aufmerksamkeit.
Das TAPS-Schema ist ein grundlegender Leitfaden, der Tierhaltern dabei helfen soll, den Gesundheitszustand ihres Vierbeiners schnell zu bewerten. Es steht für Temperatur, Atmung, Puls und Schleimhäute. Es hilft, potenzielle Probleme zu erkennen und zu entscheiden, ob und wie schnell tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden sollte. Dennoch ersetzt dieses Schema nicht die Diagnose und Behandlung durch einen Tierarzt. Bei Auffälligkeiten oder Unsicherheiten ist es immer ratsam, professionellen Rat einzuholen. Diese vier Kriterien geben Aufschluss über mögliche Notfälle.
Die normale Körpertemperatur eines Hundes liegt zwischen 37°C und 39,2°C (Welpen: 39°C). Eine Temperaturmessung kann zu Hause mit einem digitalen Thermometer durchgeführt werden, das vorsichtig in den Anus des Hundes eingeführt wird.
Erhöhte Temperatur: Kann auf Fieber hinweisen, oft ein Zeichen für eine Infektion oder Entzündung.
Erniedrigte Temperatur: Hypothermie kann in kalten Umgebungen auftreten oder wenn der Hund im Schockzustand ist.
Die normale Atemfrequenz eines ruhenden Hundes liegt bei 10 bis 30 Atemzügen pro Minute. Beobachten Sie die Brustbewegungen Ihres Hundes, um seine Atemfrequenz zu zählen.
Erhöhte Atemfrequenz: Kann auf Schmerzen, Fieber, Herzprobleme oder eine stressige Umgebung hinweisen.
Veränderte Atemmuster: Flache oder mühsame Atmung kann auf Atemwegserkrankungen oder eine Verletzung der Brust hinweisen.
Der Puls eines gesunden Hundes liegt je nach Größe und Alter zwischen 60 und 160 Schlägen pro Minute. Sie können den Puls an der Innenseite des Oberschenkels, wo die Hinterbeinarterie verläuft, fühlen.
Erhöhter Puls: Kann auf Schmerzen, Angst, Fieber oder Herzprobleme hinweisen.
Verminderter Puls: Kann ein Zeichen für einen Schockzustand oder eine Herzerkrankung sein.
Die Schleimhäute, wie das Zahnfleisch, sollten eine gesunde rosa Farbe haben. Drücken Sie leicht auf das Zahnfleisch Ihres Hundes; die Farbe sollte schnell von Weiß zurück zu Rosa wechseln. Dieser Test wird als Kapillarfüllungszeit bezeichnet und sollte nicht länger als zwei Sekunden dauern.
Blasse Schleimhäute: Können auf einen Schock, Blutverlust oder Anämie hinweisen.
Blaue Schleimhäute (Zyanose): Können auf Sauerstoffmangel im Blut hinweisen.
Gelbliche Schleimhäute (Ikterus): Können auf Leberprobleme oder eine Erhöhung des Bilirubinspiegels hinweisen.
In Notfallsituationen ist es wichtig zu wissen, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen Sie selbst durchführen können, um Ihrem Hund zu helfen, bevor professionelle tierärztliche Hilfe verfügbar ist.
Ein sicherer Transport ist entscheidend, um Ihren Hund ohne weitere Verletzungen zum Tierarzt zu bringen.
Ruhig bleiben: Beruhigen Sie Ihren Hund mit sanfter Stimme.
Verwendung einer Trage: Bei schweren Verletzungen oder Bewusstlosigkeit, verwenden Sie eine improvisierte Trage (z.B. eine Decke oder ein festes Brett), um Bewegungen und Schmerzen zu minimieren.
Vorsichtige Handhabung: Unterstützen Sie den Hund beim Heben an den richtigen Stellen, um Verletzungen zu vermeiden.
Die Erstversorgung umfasst Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um den Zustand Ihres Hundes zu stabilisieren.
Maulschlinge: Bei Schmerz oder Angst kann ein Hund beißen. Eine improvisierte Maulschlinge (aus einem Band oder einer Mullbinde) kann notwendig sein, aber nur, wenn der Hund nicht erbricht oder Atemprobleme hat.
Stabile Seitenlage: Bei Bewusstlosigkeit legen Sie Ihren Hund in die stabile Seitenlage, um die Atemwege frei zu halten und das Risiko von Erstickung durch Erbrochenes zu minimieren.
Puls fühlen: Überprüfen Sie regelmäßig den Puls, um den Herzrhythmus und die Herzfrequenz zu beurteilen. Der Puls kann an der Innenseite des Oberschenkels nahe dem Hüftgelenk gefühlt werden.
Herzspitzenstoß: Bei einem Herzstillstand kann der Herzspitzenstoß (direkte Kompression des Herzens durch den Brustkorb) notwendig sein, aber nur, wenn Sie damit vertraut sind und keine andere Option besteht.
Kapillare Füllungszeit (KFZ): Drücken Sie leicht auf das Zahnfleisch Ihres Hundes, um die Farbe zu überprüfen. Die Zeit, die das Zahnfleisch benötigt, um von Weiß wieder zu Rosa zu wechseln, sollte nicht mehr als 2 Sekunden betragen. Eine verzögerte KFZ kann ein Zeichen für Schock oder Herz-Kreislauf-Probleme sein.
Damit Sie bestens auf alles vorbereitet sind und Ihrem Vierbeiner im Notfall Erste Hilfe leisten können, sollten folgende Gegenstände in Ihrem Erste-Hilfe-Set für den Hund enthalten sein:
Medizinische Notfälle erfordern schnelles Handeln, die bestmögliche medizinische Behandlung und einen dicken Geldbeutel. Bei Letzterem können wir Ihnen unter die Arme greifen, denn unser DFV-TierkrankenSchutz übernimmt, je nach gewähltem Tarif, bis zu 100 % der Kosten für notwendige Operationen und medizinische Behandlungen. Wir leisten weltweit, bis zum Höchstsatz der Honrarodnung und sorgen dafür, dass Ihre verletzte Fellnase schnellstmöglich wieder auf die Beine kommt und die beste medizinische Versorgung erhält.
© EvaIhre Vorteile mit dem DFV-Tierkrankenschutz
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Folgende Schritte sollten Sie bei einer Herzmassage beim Hund beachten:
Wenn der Hund die Gebetsstellung einnimmt, streckt er seine Vorderpfoten nach vorne, sodass der Brustkorb des Tieres fast auf dem Boden liegt. Das Hinterteil des Hundes ist weit in die Höhe gerichtet und die Hinterläufe stehen aufrecht und sind durchgestreckt. Diese Position nimmt der Vierbeiner oftmals ein, wenn er unter Bauchschmerzen leidet, da der Unterbauch durch diese Stellung gestreckt wird.
Direkt nachdem der Hund sich übergeben hat, sollte er auf Futter verzichten, damit sich sein sensibler Magen erholen kann. Anschließend empfiehlt sich auf gut verdauliche Lebensmittel zurückzugreifen. Folgende Lebensmittel eignen sich hierfür:
Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Tiergesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Tiermediziner zu konsultieren.
Unsere Inhalte werden auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Studien verfasst, von einem Team aus tiermedizinischen Fachpersonal und Redakteuren erstellt, dauerhaft geprüft und optimiert.
Dieser Ratgeberartikel wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und von Fachexperten geprüft sowie überarbeitet. Eine detaillierte Beschreibung, wie wir KI im Unternehmen einsetzen, finden Sie in unseren KI-Prinzipien.
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