Hundekrankenversicherung
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© DjelicSQualzucht ist ein Begriff, der auf den ersten Blick vielleicht unklar erscheint, doch dahinter verbirgt sich ein ernstes Tierschutzthema. Es geht um Zuchtpraktiken, bei denen Hunde gezielt auf bestimmte äußerliche Merkamalein hin gezüchtet werden, die ihnen jedoch gesundheitliche Probleme bereiten können. Dies betrifft oft Hunderassen, die zum Beispiel aufgrund ihrer extrem kurzen Schnauzen, übergroßen Augen oder besonderen Körperformen unter Atembeschwerden, Gelenkproblemen oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen leiden.
Unter Qualzucht versteht man die gezielte Verpaarung von Hunden mit Merkamlen, die zwar äußerlich „besonders“ wirken, jedoch das Wohlbefinden des Tieres beeinträchtigen. Ein bekanntes Beispiel sind Hunderassen mit sehr kurzen Nasen, wie Möpse oder Bulldoggen, die oft unter Atemnot leiden. Auch Hunde mit übermäßig langen Rücken, wie der Dackel, haben ein erhöhtes Risiko für Rückenprobleme. Solche Züchtungen können dem Tier nicht nur Schmerzen und Unwohlsein bereiten, sondern auch seine Lebenserwartung senken.
Grundsätzlich dient die Zucht dazu, bestimmte Eigenschaften bei Hunden zu fördern, die sie gesünder, robuster oder anpassungsfähiger machen. Bei einer verantwortungsvollen Zucht stehen das Wohl und die Gesundheit der Tiere im Vordergrund. Qualzucht hingegen priorisiert ästhetische oder „besondere“ Merkmale über die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere. Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Während verantwortungsvolle Züchter die Vitalität der Rasse fördern, nimmt die Qualzucht gesundheitliche Nachteile in Kauf, um ein bestimmtes Aussehen zu erzielen
Viele beliebte Hunderassen sind von Qualzucht betroffen und leiden daher oft unter gesundheitlichen Problemen, die durch spezifische körperliche Merkamale verursacht werden. Hier eine Übersicht der häufig betroffenen Rassen und der jeweiligen Merkamale, die das Wohl der Tiere beeinträchtigen können.
Qualzuchten zeichnen sich oft durch körperliche Merkmale aus, die zu erheblichen gesundheitlichen Problemen und einer verminderten Lebensqualität der Tiere führen. Im Folgenden werden einige dieser Merkmale und ihre Auswirkungen auf die betroffenen Hunde beschrieben.
Brachyzephale Hunde, wie die Fränzösische Buldogge oder der Mops, haben extrem kurze Schnauzen, was oft als „niedlich“ gilt. Diese Verkürzung der Atemwege führt jedoch zu Atembeschwerden und Sauerstoffmangel, vor allem bei Anstrengung oder Hitze. Betroffene Hunde schnarchen häufig, haben Probleme mit der Temperaturregulierung und sind anfällig für Erstickungsanfälle.
Manche Rassen wie die Englische Buldogge werden gezielt mit sehr kurzen oder fehlenden Schwänzen gezüchtet. Das Fehlen des Schwanzes kann zu Wirbelsäulenproblemen und einer beeinträchtigten Kommunikation mit Artgenossen führen. Zusätzlich besteht ein erhöhtes Risiko für nervliche Probleme, die die Bewegungskoordination beeinträchtigen können.
Rassen mit vielen Hautfällen, wie der Shar Pei, leiden häufig unter Hautproblemen und Entzündungen. Die tiefen Fällen bieten einen Nährboden für Bakterien und Pilze, die zu unangenehmen Hautinfektionen führen und das Tier belasten.
Bestimmte Rassen, wie der Cavalier King Charles Spaniel, sind für neurologische Probleme wie Syringomyelie anfällig. Diese Erkrankung führt zu schweren Kopfschmerzen und neurologischen Ausfällen und beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich.
Die Nachfrage nach extrem kleinen „Teacup“-Hunden führt oft zu Zuchtpraktiken, die die Vitalität der Tiere beeinträchtigen. Diese Hunde leiden oft an schwachen Knochen, einem anfälligen Immunsystem und anderen gesundheitlichen Problemen, die sie besonders pflegebedürftig machen.
Riesige Hunde wie die Deutsche Dogge können an schweren Gelenkproblemen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Die Größe belastet den Körper und führt häufig zu einer kürzeren Lebenserwartung.
Der Merle-Faktor wird bei Rassen wie dem Australian Shepherd gezielt gezüchtet, was jedoch das Risiko von Taubheit und Augenanomalien erhöht. Hunde mit Merle-Faktor können unter erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden, die ihre Lebensqualität stark einschränken.
Die Frage, ob Qualzucht gesetzlich verboten ist, beschäftigt viele Tierfreunde und -schützer. In Österreich gibt es tatsächlich Regelungen, die die Qualzucht einschränken sollen, doch die praktische Umsetzung und Durchsetzung gestaltet sich oft schwierig. Als Qualzuchtmerkmal gilt ein Merkmal, dessen Ausprägung nach aktuellem wissenschaftlichem Stand mit großer Wahrscheinlichkeit zu Schmerzen, Leiden oder Schäden im Sinne des § 5 Abs. 2 Z 1 des Tierschutzgesetzes führt.
Mit sogenannten Qualzuchtmerkmalen ist die Zucht von Tieren In Österreich verboten. Das Tierschutzgesetz untersagt nicht nur die Durchführung dieser Züchtungen, sondern auch den Import, den Erwerb, die Vermittlung, Weitergabe, Ausstellung sowie jede Form der Bewerbung oder Darstellung betroffener Tiere. Trotzdem sind Qualzuchten im Alltag in Österreich nach wie vor weit verbreitet.
Ein zentrales Problem ist die schwierige Umsetzung des Verbots. Die Kontrolle liegt in der Verantwortung der Bundesländer, doch oft fehlt es an Ressourcen und Fachwissen, um systematisch gegen Qualzucht vorgehen zu können. In vielen Fällen kann erst auf konkrete Hinweise reagiert werden. Zwar existieren inzwischen unterstützende Hilfsmittel wie das vom Sozialministerium veröffentlichte Merkblatt zu Qualzuchtmerkmalen, das Behörden und Tierärzte bei der Einschätzung unterstützen soll – dennoch bleibt die Beurteilung in vielen Fällen schwierig, da einige Merkmale nur individuell festgestellt werden können.
Jeder Hundehalter und zukünftige Hundehalter kann dazu beitragen, das Leiden von Tieren durch Qualzucht zu mindern. Durch bewusstes Handeln, gezielte Kaufentscheidungen und Aufklärung kann jeder einen wertvollen Beitrag leisten, um Qualzucht langfristig einzudämmen.
Um das Problem der Qualzucht langfristig zu lösen, ist umfassende Aufklärung und Bildung notwendig. Potenzielle Hundehalter, Züchter und die breite Öffentlichkeit sollten ein Bewusstsein dafür entwickeln, welche gesundheitlichen Probleme mit bestimmten Zuchtmerkmalen einhergehen.
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Kurze Schnauzen, große Augen oder kleine Körpergrößen lösen bei vielen Menschen Sympathie aus und lassen die Hunde kindlich oder einzigartig wirken. Hinzu kommt die Wirkung von Social Media, wo viele dieser Rassen oft zu sehen sind und damit ein ästhetisches Ideal schaffen. Leider wird häufig übersehen, dass viele dieser Merkmale mit gesundheitlichen Problemen verbunden sind.
Dazu gehören:
Zum Beispiel können stark gefaltete Haut oder ein schwaches Immunsystem dazu führen, dass die Tiere häufiger an Hautentzündungen leiden, was wiederum zu einer höheren Produktion von allergenen Stoffen führt. Menschen, die zu Tierhaarallergien neigen, könnten daher mit Qualzuchten eher Probleme haben, da die Haut dieser Hunde oft mehr allergene Stoffe absondert.
Der Deutsche Schäferhund ist oft von Qualzucht betroffen, weil übertriebene körperliche Merkmale gezielt gefördert wurden, wie die abfallende Rückenlinie. Diese Zucht auf eine tief abfallende Rückenpartie führt zu erheblichen Problemen mit der Hüfte und den Gelenken (Hüftgelenksdysplasie), was bei vielen Schäferhunden im Alter zu Schmerzen und Bewegungsstörungen führt. Die betroffenen Hunde haben oft eine eingeschränkte Lebensqualität und benötigen frühzeitig intensive tierärztliche Betreuung.
Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Tiergesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Tiermediziner zu konsultieren.
Unsere Inhalte werden auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Studien verfasst, von einem Team aus tiermedizinischen Fachpersonal und Redakteuren erstellt, dauerhaft geprüft und optimiert.
Dieser Ratgeberartikel wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und von Fachexperten geprüft sowie überarbeitet. Eine detaillierte Beschreibung, wie wir KI im Unternehmen einsetzen, finden Sie in unseren KI-Prinzipien.
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