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Erste Hilfe für den Hund

Ob beim Gassigehen, im Garten oder beim Toben mit anderen Hunden: Dass Ihr Hund sich verletzt, kommt vor. Doch keine Panik! Wir erklären Ihnen, wie Sie sich als Hundebesitzer in solchen Situationen am besten verhalten.


Hier sind 5 Schritte für die perfekte Erste Hilfe bei Ihrem Hund:

Schritt 1: Den ersten Schreck verdauen

In der Ruhe liegt die Kraft – das gilt auch dann, wenn Ihr Vierbeiner sich verletzt hat. Machen Sie also keine schnellen Bewegungen, sondern bleiben Sie entspannt. Das beruhigt auch Ihren Hund. Er wirkt trotzdem plötzlich aufgeregter oder will wegrennen? Dann steht er wahrscheinlich unter Stress oder hat sogar einen Schock erlitten. Versuchen Sie in dem Fall, vorsichtig eine Leine um seinen Hals zu legen. Diese können Sie dann locker in der Hand halten oder an einem Baum befestigen. So kann Ihr Tier nicht weglaufen und sich dabei erneut verletzen.

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Schritt 2: Kreislauf und Sauerstoffversorgung checken

Wie es Ihrem Hund geht, erkennen Sie an der Farbe seines Zahnfleisches. Ist es bläulich bis lila gefärbt? Dann fehlt Ihrem Vierbeiner Sauerstoff. Glänzt die Schleimhaut hingegen rosa, gibt es keinen Grund zur Sorge. Sie wollen zusätzlich auf Nummer sicher gehen? Dann drücken Sie mit Ihrem Daumen für einen kurzen Moment gegen das Zahnfleisch. Nach dem Fingerdruck sollte die Stelle schon nach zwei Sekunden wieder von weiß zu rosa wechseln. Wenn nicht, ist das ein Zeichen für einen zu schwachen Kreislauf.

Schritt 3: Die stabile Seitenlage

Ihr Vierbeiner steht nur noch unsicher oder hat eine Wunde? Dann legen Sie ihn vorsichtig auf die Seite. Achten Sie darauf, dass seine Verletzungen den Boden nicht berühren. Tipp: Mit einer Decke oder Jacke unter seinem Körper machen Sie die Lage für Ihren Hund viel angenehmer.

3 häufige Verletzungen und wie Sie diese erkennen

  • Hitzschlag: Ihr Tier hechelt ungewöhnlich stark oder lässt seine Zunge dauerhaft heraushängen? Jetzt sollten Sie handeln! Bringen Sie Ihren Vierbeiner an einen kühleren Ort, z. B. in den Schatten eines Baumes. Dort können Sie seine Pfoten zusätzlich mit einem nassen Tuch abkühlen.
  • Darmverschluss: Klar – Ihr Wauwau probiert gerne alles, was Ihm in den Weg kommt! Doch gerade deshalb kann es zu einem Darmverschluss kommen. Die Zeichen dafür: aufgeblähter Bauch und seitlich ausgestreckte Vorderbeine. Wenn beides zutrifft, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.
  • Vergiftung: Ihr Tier erbricht sich oder verkrampft? Ein klares Zeichen für eine Vergiftung! Lassen Sie Ihren Hund unbedingt von einem Profi untersuchen – er kann die Lage genauer einschätzen und die richtigen Maßnahmen einleiten.

Schritt 4: Atmung überprüfen

Legen Sie die Fingerspitzen auf den Brustkorb Ihres Hundes. So können Sie fühlen, ob Ihr Tier gleichmäßig atmet. Die Grundregel: Innerhalb von einer Minute sollten Sie zwischen 10 und 40 Atemzügen spüren. Die Atemfrequenz Ihres Vierbeiners liegt darunter oder darüber? Das deutet auf Atemprobleme hin.

Schritt 5: Der sichere Transport zum Tierarzt

Ein kleines Tier können Sie im Arm zum Tierarzt tragen, einen größeren Hund sollten Sie in einer Box transportieren. Achten Sie vor allem bei einem freien Tier darauf, dass es bei der Ankunft nicht aus dem Auto springen kann. So sind weitere Verletzungen ausgeschlossen.

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