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Dobermann: Rassemerkmale, Erziehung, Pflege

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Text fachlich geprüft von Sarah Denise Pauly

Der Dobermann ist ein eleganter, treuer und vielseitiger Hund, der durch seinen starken Charakter und seine Intelligenz beeindruckt. Erfahren Sie in diesem Artikel alles über seine Rassemerkmale, Erziehung, Pflege und Gesundheit. Finden Sie heraus, ob der Dobermann der richtige Begleiter für Ihre Familie ist und welche Verantwortung seine Haltung mit sich bringt.

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Rassemerkmale Dobermann

  • Größen: Rüden: 68–72 cm, Hündinnen: 63–68 cm
  • Aussehen: schmaler Kopf, mandelförmige Augen, muskulöser Körperbau
  • Gewicht: Rüden: 40–45 kg, Hündinnen: 32–35 kg
  • Herkunft: Deutschland
  • Lebenserwartung: 10–13 Jahre
  • Fell: Schwarz, Braun, Blau oder Isabell, jeweils mit rost­roten Abzeichen, kurz, dicht, glänzend
  • Charakter: intelligent, wachsam, loyal, mutig, arbeitsfreudig, familien­bezogen, temperament­voll
  • Funktion: Wach- und Schutzhund, Diensthund, Rettungshund, Familienhund
  • FCI-Gruppe: 2 (Pinscher, Schnauzer - Molosser - Schweizer Sennenhunde)

Die Ge­schich­te des Do­ber­manns

Die Ge­schich­te des Do­ber­manns be­ginnt En­de des 19. Jahr­hun­derts in Deutsch­land. Fried­rich Lou­is Do­ber­mann, ein Steu­er­ein­neh­mer und Hun­de­fän­ger, woll­te ei­ne Ras­se züch­ten, die ihn bei sei­ner Ar­beit schüt­zen soll­te. Sein Ziel war ein mu­ti­ger, wach­sa­mer und zu­ver­läs­si­ger Be­gleit­hund. Um die­ses Ziel zu er­rei­chen, kom­bi­nier­te er ver­schie­de­ne Ras­sen, dar­un­ter ver­mut­lich Deut­sche Pins­cher, Rott­wei­ler, Grey­hounds und Wei­ma­ra­ner. Das Er­geb­nis war ein ele­gan­ter, mus­ku­lö­ser Hund mit aus­ge­präg­tem Schutz­in­stinkt.

Im Jahr 1900 wur­de der Do­ber­mann of­fi­zi­ell als Ras­se an­er­kannt und ge­wann schnel­l an Be­liebt­heit, vor al­lem als Dienst- und Wach­hund. Im Ers­ten und Zwei­ten Welt­krieg wur­de er häu­fig als Spür- und Mel­de­hund ein­ge­setzt. Sei­ne Viel­sei­tig­keit und In­tel­li­genz mach­ten ihn auch in der Nach­kriegs­zeit zu ei­nem be­lieb­ten Po­li­zei- und Mi­li­tär­hund.

Heu­te wird der Do­ber­mann nicht nur als Schutz- und Wach­hund, son­dern auch als Fa­mi­li­en- und Be­gleit­hund ein­ge­setzt. Trotz sei­nes ein­schüch­tern­den Aus­se­hens zeich­net er sich durch Loya­li­tät und ei­ne star­ke Bin­dung zu sei­ner Fa­mi­lie aus.

Kleiner Hund liegt auf einer Decke und wird gekrault. © Eva

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Er­zie­hung des Wel­pen

Die Er­zie­hung ei­nes Do­ber­mann­wel­pen er­for­dert Ge­duld, Kon­se­quenz und ein gu­tes Ver­ständ­nis für die Be­dürf­nis­se der Ras­se. Be­reits in den ers­ten Le­bens­wo­chen ist es wich­tig, kla­re Re­geln und Struk­tu­ren zu schaf­fen. Der Do­ber­mann ist ein in­tel­li­gen­ter, lern- und ar­beits­freu­di­ger Hund mit ei­ner star­ken Per­sön­lich­keit. Ei­ne frü­he So­zia­li­sie­rung ist ent­schei­dend, um ihn an ver­schie­de­ne Men­schen, Tie­re und Um­ge­bun­gen zu ge­wöh­nen.

Be­gin­nen Sie mit kur­zen, po­si­ti­ven Trai­ning­sein­hei­ten, die spie­le­risch ge­stal­tet sind. Lob und Be­loh­nun­gen wie Leck­erlis oder Strei­chel­ein­hei­ten för­dern das Ler­nen und stär­ken die Bin­dung. Kla­re Kom­man­dos wie „Sitz“, „Platz“ oder „Hier“ soll­ten früh ge­übt wer­den. Ach­ten Sie auf Kon­se­quenz, denn der Do­ber­mann ist in­tel­li­gent und tes­tet Gren­zen aus.

Ein wich­ti­ger As­pekt der Hunde­er­zie­hung ist die Er­zie­hung zur Ru­he. Ge­ra­de en­er­gi­sche Hun­de wie der Do­ber­mann ha­ben oft Schwie­rig­kei­ten, sich zu ent­span­nen und aus­rei­chend zu schla­fen. Üben Sie mit Ih­rem Wel­pen be­wusst Ru­he­pha­sen ein, in­dem Sie ihn nach ak­ti­ven Ein­hei­ten ge­zielt in ei­nen ru­hi­gen Be­reich brin­gen und Ent­span­nungs­ri­tu­a­le ein­füh­ren. So ler­nen Do­ber­mann-Wel­pen früh, dass Ent­span­nung ein wich­ti­ger Teil ih­res Ta­ges­ab­laufs ist.

Re­gel­mä­ßi­ger Kon­takt zu an­de­ren Hun­den und Men­schen för­dert die So­zi­al­kom­pe­tenz. Mit ei­ner lie­be­vol­len und kon­se­quen­ten Er­zie­hung le­gen Sie den Grund­stein für ei­nen wohl­er­zo­ge­nen, aus­ge­gli­che­nen und treu­en Be­glei­ter.

Ak­ti­vi­tä­ten mit dem Do­ber­mann

Der Do­ber­mann ist ein en­er­gie­ge­la­de­ner, ar­beits­freu­di­ger Hund, der Be­we­gung und Aus­las­tung braucht. Als ak­ti­ve und in­tel­li­gen­te Ras­se eig­net er sich be­son­ders für Hal­ter, die Freu­de an ge­mein­sa­men Ak­ti­vi­tä­ten ha­ben und ihm ei­ne ab­wechs­lungs­rei­che Be­schäf­ti­gung bie­ten kön­nen. Lan­ge Spa­zier­gän­ge, Wan­de­run­gen oder Jog­gen sind idea­le Mög­lich­kei­ten, um sei­nen Be­we­gungs­drang zu be­frie­di­gen. Auch re­gel­mä­ßi­ges Spie­len, wie Ap­por­tie­ren oder Ver­steck­spie­le, stärkt die Bin­dung und for­dert den Hund men­tal.

Da­rü­ber hin­aus eig­net sich der Do­ber­mann her­vor­ra­gend für an­spruchs­vol­le Auf­ga­ben wie Such- und Ret­tungs­ar­beit oder Gehorsamkeitsübun­gen. Die­se Ak­ti­vi­tä­ten spre­chen sei­ne In­tel­li­genz und Ar­beits­freu­de an. Für den All­tag eig­nen sich klei­ne Denk­sport­auf­ga­ben wie das Er­ler­nen neu­er Tricks oder das Lö­sen von In­tel­li­genz­spie­len.

Es ist wich­tig, dass der Do­ber­mann nicht nur kör­per­lich, son­dern auch geis­tig ge­for­dert wird, um Lan­ge­wei­le und un­er­wünsch­te Ver­hal­tens­wei­sen zu ver­mei­den. Ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Mi­schung aus Be­we­gung, Trai­ning und Ru­he­pha­sen trägt da­zu bei, sein aus­ge­gli­che­nes We­sen zu för­dern. Bei aus­rei­chen­der Be­schäf­ti­gung und Ab­wechs­lung ist er ein treu­er und glück­li­cher Be­glei­ter.

Ge­eig­ne­te Sport­ar­ten für den Do­ber­mann

  • Agility: Hin­der­nis­par­cours, der Ge­schick­lich­keit, Schnell­ig­keit und Zu­sam­men­ar­beit för­dert.
  • Obedience: Prä­zi­ses Aus­füh­ren von Be­feh­len, idea­l zur För­de­rung von Ge­hor­sam und Kon­zen­tra­tion.
  • Mantrailing: Per­so­nen­su­che, die den Ge­ruchs­sinn und die Pro­blem­lös­e­fä­hig­keit des Hun­des för­dert.
  • Schutzhundesport: Kom­bi­na­tion aus Ge­hor­sam, Fähr­ten­ar­beit und Schutz­dienst, die den ur­sprüng­li­chen Auf­ga­ben des Hun­des ge­recht wird.
  • Canicross: Ge­län­de­lauf mit Hund, idea­l für sport­li­che Hun­de­füh­rer und aus­dauer­n­de Hun­de.
  • Fährtenarbeit: Spuren­suche in wech­seln­der Um­ge­bung, die Ge­duld und Kon­zen­tra­tion er­for­dert.
  • Rally Obedience: Lo­cke­res Obedience mit Hin­der­nis­sen, das Spaß und Trai­ning ver­eint.

Die­se Hundesportarten för­dern nicht nur die Fit­ness des Do­ber­manns, son­dern auch die Bin­dung zwi­schen Mensch und Hund.

Hal­tung und Pfle­ge des Do­ber­manns

Der Do­ber­mann ist ei­ne ak­ti­ve und an­spruchs­vol­le Ras­se, die aus­rei­chend Platz und Be­schäf­ti­gung braucht. Ein Haus mit Gar­ten bie­tet ihm die Mög­lich­keit, sich frei zu be­we­gen, er soll­te je­doch nie aus­schließ­lich drau­ßen ge­hal­ten wer­den. Der Do­ber­mann ist sehr fa­mi­li­en­be­zo­gen und be­vor­zugt den en­gen Kon­takt zu sei­nen Men­schen. Tä­gli­che Spa­zier­gän­ge und geis­tige Aus­las­tung sind wich­tig, um sei­nen Be­we­gungs­drang und sei­ne In­tel­li­genz zu för­dern.

Die Pfle­ge des Do­ber­manns ist ein­fach. Das kur­ze, dich­te Fell soll­te re­gel­mä­ßig ge­bürs­tet wer­den, um to­te Haa­re zu ent­fer­nen und den na­tür­li­chen Glanz zu er­hal­ten. Auch Oh­ren, Au­gen und Zäh­ne soll­ten re­gel­mä­ßig kon­trol­liert und ge­rei­nigt wer­den. Auf­grund sei­nes ge­rin­gen Fett­an­teils ist der Do­ber­mann kä­lte­emp­find­lich und soll­te in der kal­ten Jah­res­zeit mit ei­nem Hun­de­man­tel ge­schützt wer­den. Mit der rich­ti­gen Hal­tung und Pfle­ge bleibt er ein ge­sun­der und glück­li­cher Be­glei­ter.

Do­ber­mann: Er­näh­rung

Ei­ne aus­ge­wo­ge­ne und gesunde Hundeer­näh­rung ist ent­schei­dend für die Ge­sund­heit und das Wohl­be­fin­den des Do­ber­manns. Hoch­wer­ti­ges Hun­de­fut­ter mit ei­nem ho­hen Fleisch­an­teil und we­nig Zu­satz­stof­fen ist am bes­ten ge­eig­net, um sei­nen En­er­gie­be­darf zu de­cken. Die Er­näh­rung soll­te dem Al­ter, der Grö­ße, dem Ak­ti­vi­täts­ni­veau und dem Ge­sund­heits­zu­stand des Hun­des an­ge­passt wer­den.

Wel­pen be­nö­ti­gen ei­ne Nah­rung, die ihr Wachs­tum un­ter­stützt, wäh­rend er­wach­se­ne Hun­de von ei­ner aus­ge­wo­ge­nen Mi­schung aus Pro­tei­nen, Fet­ten und Koh­len­hy­dra­ten pro­fi­tie­ren. Er­gän­zend kön­nen hoch­wer­ti­ge Öle wie Lachs- oder Lein­öl die Ge­sund­heit von Fell und Haut för­dern. Snacks und Le­cker­lis soll­ten in Ma­ßen ge­ge­ben wer­den, um Über­ge­wicht zu ver­mei­den. Frisches Was­ser soll­te dem Do­ber­mann je­der­zeit zur Ver­fü­gung ste­hen.

Do­ber­mann: Ty­pi­sche Er­kran­kun­gen und ras­se­be­ding­te Pro­ble­me

Der Do­ber­mann ist ei­ne be­ein­druck­en­de Ras­se, die je­doch eini­ge ras­se­ty­pi­sche Ge­sund­heits­ri­si­ken mit sich bringt. Nach­fol­gend ein Über­blick über die häu­figs­ten Pro­ble­me:

Dilatative Kardiomyopathie (DCM):

Die­se ge­ne­tisch be­ding­te Herz­schwä­che ist ei­ne der häu­figs­ten und schwer­wie­gends­ten Er­kran­kun­gen beim Do­ber­mann. Sie führt zur Ver­grö­ße­rung des Her­zens, zu Herz­rhyth­mus­stö­run­gen und mög­li­cher­wei­se zum plötz­li­chen Herz­tod. Re­gel­mä­ßi­ge Herz­un­ter­su­chun­gen (z.B. Ul­tra­schall und EKG) sind un­er­läss­lich, um die Herz­insuffizienz so früh wie mög­lich zu dia­gno­sti­zie­ren und zu be­han­deln. Se­ri­ö­se Züch­ter tes­ten ge­zielt auf das Gen und züch­ten nur mit ge­sun­den Hun­den. Zu­kün­fti­ge Hal­ter soll­ten sich un­be­dingt ein­geh­end in­for­mie­ren und nur Hun­de von se­ri­ö­sen Züch­tern kau­fen, um nicht nur die Ge­sund­heit ih­res zu­kün­fti­gen Schütz­lings, son­dern auch den lang­fris­ti­gen Er­halt der Ras­se zu ge­währ­leis­ten.

Wobbler-Syndrom:

Neurolo­gische Er­kran­kung, die durch ei­ne In­sta­bi­li­tät oder Fehl­bil­dung der Hals­wir­bel­säu­le ver­ur­sacht wird. Sym­pto­me sind Gang­un­si­cher­heit oder Läh­mun­gen. Ei­ne früh­zei­tige Dia­gno­se kann hel­fen, das Fort­schrei­ten der Er­kran­kung zu ver­lang­sa­men.

Kongenitales Vestibularsyndrom:

Die­se an­ge­bo­re­ne neu­rolo­gi­sche Stö­rung be­trifft das Gleich­ge­wichts­sys­tem und äu­ßert sich durch Sym­pto­me wie Kopf­schief­hal­tung, schwank­en­den Gang oder kreisen­de Be­we­gun­gen. Hun­de kön­nen Schwie­rig­kei­ten ha­ben, das Gleich­ge­wicht zu hal­ten, und zei­gen häu­fig ei­ne ver­min­der­te Ori­en­tie­rung. Das Ves­tibu­lar­syndrom ist nicht heil­bar, aber die Sym­pto­me kön­nen durch ge­ziel­te tier­ärzt­li­che Be­hand­lung und Phy­sio­the­ra­pie ge­lin­dert wer­den. Die ge­naue Ur­sache ist ge­ne­tisch be­dingt, da­her ist ei­ne sorg­fäl­ti­ge Aus­wahl ge­sun­der El­tern­tie­re in der Zucht be­son­ders wich­tig.

Hüftdysplasie (HD):

Fehl­bil­dung des Hüft­ge­lenks, die Schmer­zen und Be­we­gungs­ein­schrän­kun­gen ver­ur­sacht. Die Ur­sache kann ei­ne ge­ne­tische Ver­an­la­gung oder ei­ne Über­be­las­tung wäh­rend des Wachs­tums sein. Ei­ne früh­zei­tige Dia­gno­se und Phy­sio­the­ra­pie kön­nen hel­fen, um Ih­rem Do­ber­mann ein lan­ges und schmerz­frei­es Le­ben zu er­mög­li­chen.

Von-Willebrand-Syndrom (Hämophilie):

Die­se Blut­ge­rin­nungs­stö­rung führt bei Ver­let­zun­gen zu ver­mehr­ten Blut­un­gen. Ge­ne­tische Tests hel­fen, be­trof­fe­ne Hun­de zu iden­ti­fi­zie­ren.

Magendrehung:

Do­ber­männ­er ha­ben auf­grund ih­rer Grö­ße und ih­res Kör­per­baus ein er­höh­tes Ri­si­ko für die­se le­bens­be­droh­li­che Er­kran­kung, bei der sich der Ma­gen ver­dreht. Sym­pto­me sind Blä­hun­gen, Un­ru­he und Wür­gen. Ei­ne schnel­le tier­ärzt­li­che Be­hand­lung ist un­er­läss­lich. Um ei­ne Ma­gen­dre­hung zu ver­mei­den, soll­te Ihr Hund nach dem Fres­sen für min­des­tens ei­ne, bes­ser zwei Stun­den ru­hen und wil­de Ak­ti­vi­tä­ten ver­mei­den.

Die Wahl ei­nes ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Züch­ters, re­gel­mä­ßi­ge Tier­arzt­be­su­che und ei­ne an­ge­mes­se­ne Pfle­ge tra­gen we­sent­lich da­zu bei, die Le­bens­qua­li­tät und Ge­sund­heit des Do­ber­manns zu er­hal­ten.

Ist der Dobermann ein Familienhund?

Der Do­ber­mann kann ein her­vor­ra­gen­der Fa­mi­li­en­hund für er­fah­re­ne Hun­de­hal­ter sein, wenn er rich­tig er­zo­gen und so­zia­li­siert wird. Mit sei­ner Loya­li­tät, Schutz­be­reit­schaft und en­ger Bin­dung an sei­ne Men­schen zeigt er sich lie­be­voll und auf­merk­sam. Be­son­ders zu Kin­dern ent­wi­ckelt er oft ei­ne star­ke Be­zie­hung. Auf­grund sei­nes Tem­pe­ra­ments und sei­ner In­tel­li­genz be­nö­tigt er je­doch ei­ne kon­se­quen­te Füh­rung und aus­rei­chend Be­schäf­ti­gung. Für ak­ti­ve Fa­mi­li­en mit Er­fah­rung im Um­gang mit Hun­den ist er ein treu­er und aus­ge­gli­che­ner Be­glei­ter.

In­te­res­san­tes und Wis­sen­wer­tes

Das Kupieren von Ohren und Rute beim Dobermann war früher eine weit verbreitete Praxis, um das Erscheinungsbild des Hundes bestimmten Schönheitsidealen anzupassen. In Österreich sind solche Eingriffe ohne medizinische Notwendigkeit nach dem Tierschutzrecht verboten. Dennoch werden Dobermänner mit kupierten Ohren oder Ruten in einigen Ländern, in denen diese Eingriffe weiterhin erlaubt sind, nach wie vor gezüchtet. Für in Österreich geborene Hunde gelten zudem strenge Regeln: Tiere, die nach dem 1.1.2008 geboren wurden und an denen ein in Österreich verbotener Eingriff vorgenommen wurde, dürfen u. a. nicht ausgestellt, nicht importiert, nicht erworben, nicht vermittelt und nicht weitergegeben werden.

Neben der schmerzhaften Prozedur kann das Kupieren auch langfristige Folgen für die Hunde haben. Kupierte Ohren können die Kommunikation mit Artgenossen erschweren, da Hunde viele Signale über die Ohrstellung vermitteln. Der Verlust der Rute nimmt dem Hund zudem ein wichtiges Element der Körpersprache. Da die Rute ein natürlicher Teil der Wirbelsäule ist, kann das Kupieren außerdem Komplikationen nach sich ziehen und im Einzelfall zu Beschwerden beitragen.

Vom Kauf kupierter Welpen aus dem Ausland wird dringend abgeraten. Diese Praxis kann fragwürdige Zuchtstandards fördern und gesundheitliche sowie soziale Nachteile für die Tiere mit sich bringen. Ein Dobermann mit intakten Ohren und Rute kann sich gegenüber Menschen und Hunden natürlicher ausdrücken und ist nicht durch einen unnötigen Eingriff beeinträchtigt.

Kleiner Hund liegt auf einer Decke und wird gekrault. © Eva

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Fa­zit: Do­ber­mann: Ras­sen­merk­ma­le, Er­zie­hung, Pfle­ge

Der Do­ber­mann ist ein be­ein­druck­en­der und viel­sei­ti­ger Hund, der durch sei­ne In­tel­li­genz, Treue und Schutz­be­reit­schaft über­zeugt. Er eig­net sich be­son­ders für ak­ti­ve und er­fah­re­ne Hal­ter, die be­reit sind, Zeit und En­ga­ge­ment in sei­ne Er­zie­hung und Aus­las­tung zu in­ves­tie­ren. Bei kon­se­quen­ter Füh­rung und aus­rei­chen­der Be­schäf­ti­gung ent­wi­ckelt er sich zu ei­nem treu­en, aus­ge­gli­che­nen Be­glei­ter, der so­wohl als Fa­mi­li­en­hund als auch für an­spruchs­vol­le Auf­ga­ben ge­eig­net ist. Sei­ne en­ge Bin­dung an sei­nen Men­schen und sein Be­dürf­nis nach Nä­he ma­chen ihn zu ei­nem be­son­de­ren Be­glei­ter, der je­doch kla­re Re­geln und viel Auf­merk­sam­keit braucht. Bei rich­ti­ger Hal­tung, Pfle­ge und ver­ant­wor­tungs­vol­lem Um­gang ist der Do­ber­mann ein treu­er Part­ner, der sei­ne Men­schen ein Le­ben lang be­glei­tet.

FAQs zum Thema Dobermann

  • Er ge­hört zu den in­tel­li­gen­tes­ten und tem­pe­ra­ment­volls­ten Hun­de­ras­sen, die ei­ne kon­se­quen­te Er­zie­hung und kla­re Füh­rung be­nö­ti­gen. Oh­ne Er­fah­rung kann es schwie­rig sein, sei­ne En­er­gie, sei­nen Be­schüt­zer­in­stinkt und sei­ne star­ke Per­sön­lich­keit zu kon­trol­lie­ren. Ein un­er­zo­ge­ner Do­ber­mann kann schnel­l zum Pro­blem wer­den. Für er­fah­re­ne Hun­de­hal­ter, die be­reit sind, Zeit und En­ga­ge­ment in sei­ne Aus­bil­dung und Be­schäf­ti­gung zu in­ves­tie­ren, ist er je­doch ein treu­er und ge­hor­sa­mer Be­glei­ter. An­fän­ger soll­ten mit ei­ner we­niger an­spruchs­vol­len Ras­se be­gin­nen oder von An­fang an die Hil­fe ei­nes pro­fes­sio­nel­len Hun­de­trai­ners in An­spruch neh­men.

  • Lan­ge Spa­zier­gän­ge, Jog­gen oder Rad­fah­ren eig­nen sich her­vor­ra­gend, um sei­nen Be­we­gungs­drang zu stil­len. Zu­sätz­lich braucht er geis­tige Aus­las­tung wie Trick­trai­ning, Such­spie­le oder an­de­re Hun­de­sport­ar­ten. Oh­ne aus­rei­chen­de Be­schäf­ti­gung kann der Do­ber­mann schnel­l frus­triert wer­den und un­er­wünsch­te Ver­hal­tens­wei­sen zei­gen. Der Do­ber­mann­hal­ter soll­te da­her be­reit sein, dem Hund kör­per­li­che und geis­tige Her­aus­for­de­run­gen zu bie­ten.

  • Nach gängigen Rasselisten (z. B. Wien und Niederösterreich) ist der Dobermann in der Regel nicht als Listenhund geführt.

    Wichtig: Unabhängig von Listen kann ein Hund je nach Verhalten/Umständen behördlich relevant werden. Entscheidend sind daher verantwortungsvolle Haltung, Erziehung und Sozialisierung sowie die konkreten Regeln am Wohnort (Bundesland/Gemeinde).

  • Die Er­zie­hung des Do­ber­manns ist an­spruchs­voll, aber nicht un­mög­lich. Sei­ne In­tel­li­genz und Ar­beits­freu­de ma­chen ihn zu ei­nem lern­wil­li­gen Schü­ler, der aber ei­ne kla­re Füh­rung braucht. Oh­ne Kon­se­quenz und kla­re Re­geln neigt er da­zu, selbst­stän­dig zu han­deln und Gren­zen aus­zu­tes­ten. Mit po­si­ti­ver Ver­stär­kung, Ge­duld und Er­fah­rung ist es je­doch mög­lich, ei­nen gut er­zo­ge­nen und ge­hor­sa­men Hund aus­zu­bil­den. Do­ber­mann­hal­ter soll­ten sich ih­rer Ver­ant­wor­tung be­wusst sein und be­reit sein, re­gel­mä­ßig Zeit in Trai­ning und So­zia­li­sie­rung zu in­ves­tie­ren.

  • Er braucht ei­ne kon­se­quen­te Füh­rung und aus­rei­chend kör­per­li­che und geis­tige Aus­las­tung. Fa­mi­li­en mit älte­ren Kin­dern, die Zeit und En­ga­ge­ment in sei­ne Er­zie­hung in­ves­tie­ren, fin­den in ihm ei­nen treu­en und be­schüt­zen­den Be­glei­ter. Für Men­schen, die ei­nen ru­hi­gen, pfle­ge­leich­ten Hund su­chen oder we­nig Er­fah­rung mit Hun­den ha­ben, ist der Do­ber­mann we­niger ge­eig­net. Sei­ne star­ke Bin­dung an die Fa­mi­lie macht ihn zu ei­nem idea­len Hund für Men­schen, die viel Zeit mit ih­rem Hund ver­brin­gen möch­ten.

  • Er baut oft ei­ne star­ke Bin­dung zu Kin­dern auf und über­nimmt ei­ne be­schüt­zen­de Rol­le in der Fa­mi­lie. Der Kon­takt des Hun­des mit klei­nen Kin­dern soll­te je­doch im­mer über­wacht wer­den, da der Do­ber­mann auf­grund sei­nes Tem­pe­ra­ments manch­mal un­ge­stüm sein kann. Be­son­ders wich­tig ist, dass die Kin­der den Hund re­spek­tie­ren und sei­ne Ru­he­zei­ten ein­hal­ten. Mit der rich­ti­gen Er­zie­hung und An­lei­tung ist der Do­ber­mann ein lie­be­vol­ler und treu­er Be­glei­ter für Fa­mi­li­en mit Kin­dern.

  • Die Artikel im Ratgeber der Deutschen Familienversicherung sollen Ihnen allgemeine Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Tiergesundheit bieten. Sie sind nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung gedacht und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Dafür sind immer Tiermediziner zu konsultieren.

    Unsere Inhalte werden auf Basis aktueller, wissenschaftlicher Studien verfasst, von einem Team aus tiermedizinischen Fachpersonal und Redakteuren erstellt, dauerhaft geprüft und optimiert.

    Dieser Ratgeberartikel wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und von Fachexperten geprüft sowie überarbeitet. Eine detaillierte Beschreibung, wie wir KI im Unternehmen einsetzen, finden Sie in unseren KI-Prinzipien.

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