Hund kaufen© kzenon

Hund kaufen: Worauf muss ich achten? 

Der Hund ist der beste Freund und der treuste Weggefährte des Menschen. Viele haben schon lange den Wunsch, einer Fellnase ein liebevolles Zuhause zu schenken. Nachdem Sie sichergestellt haben, dass Sie die Verantwortung für einen Hund übernehmen können, steht dem Kauf eines Vierbeiners nichts mehr im Wege. Doch bevor Sie einen Hund kaufen, sollten Sie einige Punkte unbedingt berücksichtigen.

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Checkliste für Ihren Hundekauf

  • Gründliche Recherche zu Rasse, Anbieter, Kauf/Adoption
  • Vorheriges Kennenlernen der Hunde und des Anbieters
  • Saubere Unterbringung der Hunde ggf. zusammen mit dem Muttertier
  • Gesundes Erscheinungsbild der Hunde 
  • Ausreichend Fragen an den Anbieter stellen 
  • Dokumente überprüfen
  • Verdächtige und unseriöse Angebote melden 

Tierheim, Züchter und Co.: Wo kann ich einen Hund kaufen?

Es ist ratsam, verschiedene Züchter, Tierheime und Tierschutzorganisationen vor dem Kauf eines Hundes zu kontaktieren, um entscheiden zu können, welcher Anbieter und welche Hunderasse am besten zu Ihnen passt. Nehmen Sie sich genug Zeit für eine umfangreiche Recherche, damit Ihre zukünftige Fellnase das beste Zuhause findet. Hier finden Sie die wichtigsten Infos zu den jeweiligen Anlaufstellen:  

  • Wenn Sie sich für einen Rassehund entscheiden, wenden Sie sich idealerweise an einen seriösen, geprüften Züchter. In Österreich bietet der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) eine gute Orientierung, wenn es um verantwortungsvolle Zucht geht. Der Züchter informiert Sie über rassetypische Eigenschaften, Besonderheiten der Zuchtlinie sowie über Haltung und Pflege.

    • Besuch beim Züchter: Achten Sie während Ihres Besuchs beim Züchter darauf, ob die Hunde artgerecht gehalten werden, gesund ernährt aussehen und viel Auslauf haben. 
    • Gesundheitszustand des Hundes: Der Welpe sollte tierärztlich untersucht, entwurmt, gechipt und altersgerecht geimpft sein. Lassen Sie sich die entsprechenden Nachweise zeigen. In Österreich gilt außerdem: Hunde müssen vor der Abgabe gekennzeichnet (gechippt) und in der Heimtierdatenbank registriert sein. Welpen sollten frühestens mit acht Wochen abgegeben werden.
    • Rassemerkmale: Erkundigen Sie sich nach typischen Eigenschaften der Rasse, Besonderheiten der Zuchtlinie und den Elterntieren. Überlegen Sie sich, ob die Hunderasse zu Ihrem alltäglichen Leben passt. Der Züchter kann Ihnen Auskunft geben, zu welchem Lebensstil die Rasse am besten passt (z.B. Familien-, Wach-, Begleithund).
    • Elterntiere: Die Mutter sollte mit ihren Welpen zusammen beim Züchter leben und nicht separiert untergebracht sein. Zudem können Sie sich vom Züchter die Gesundheitspapiere beider Elterntiere zeigen lassen, um über mögliche genetische Erkrankungen Bescheid zu wissen. 
    • Sozialisierung und Zustand der Hunde: Der Züchter muss viel Zeit in die Aufzucht von Welpen investieren. Die kleinen Vierbeiner sollten gepflegt aussehen und neugierig ihre Umgebung erkundigen. Wenn die Kleinen ungepflegt sind und Menschen eher meiden, ist das ein Warnsignal und Sie sollten lieber Abstand von diesem Züchter nehmen. 
    • Züchterverhalten: Der Züchter sollte Interesse an Ihren Lebensumständen haben und Fragen zu Ihnen und Ihrer Entscheidung, einen Hund zu kaufen, stellen. Auch sollte er nach dem Kauf noch erreichbar sein, falls Sie Fragen zur Erziehung, zum Wesen oder zum Gesundheitszustand des Welpen haben. Ein Register bzw. eine Orientierung zu seriöser Zucht in Österreich bietet der Österreichische Kynologenverband (ÖKV).
    • Dokumente: Sie erhalten einen schriftlichen Kaufvertrag mit allen wichtigen Angaben zum Hund, zum Kaufpreis sowie zu Käufer und Züchter. In Österreich gilt eine gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren gemäß ABGB. Zusätzlich bekommen Sie den EU-Heimtierausweis (inkl. Impfungen und Chipnummer) sowie – bei Rassehunden – eine Ahnentafel.
  • Manchmal kommen ein Rüde und eine Hündin ungeplant zu einem Schäferstündchen zusammen. In diesem Fall entscheiden sich die meisten Besitzer für einen Verkauf der Welpen. Auch aus persönlichen Gründen (z.B. Tod eines Besitzers, Wohnortwechsel) verkaufen Privatpersonen in ihrem Umkreis oder in Online-Shops ihren Vierbeiner. Wir empfehlen Ihnen, beim Kauf eines Hundes von einer Privatperson folgende Punkte zu beachten: 

    • Günstiger Preis: Privatverkäufer bieten ihre Hunde weitaus günstiger an als gewerbliche Züchter. In der Regel sind die Welpen dann auch schon geimpft, entwurmt und gechipt worden. 
    • Kaufvertrag: Ein schriftlicher Vertrag ist auch bei einem Privatkauf wichtig. Dieser sollte die Kontaktdaten von Käufer und Verkäufer, alle relevanten Angaben zum Hund (Alter, Rasse, Chipnummer), den Kaufpreis sowie bekannte Vorerkrankungen enthalten. So sind beide Seiten rechtlich abgesichert.
    • Gewährleistung: In Österreich gilt grundsätzlich ebenfalls eine gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren nach dem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB). Allerdings kann diese bei Privatverkäufen vertraglich eingeschränkt oder ausgeschlossen werden. Prüfen Sie den Vertrag daher genau. Wird innerhalb der Frist ein Mangel festgestellt, der bereits beim Kauf bestanden hat, können Ansprüche geltend gemacht werden.
    • Unterschied zwischen Welpen und älteren Hunden: Ob es sich um einen jungen Welpen oder einen älteren Hund handelt, spielt auch bei der Beurteilung eine Rolle. Bei älteren Hunden oder Tieren mit Vorbesitz ist es besonders wichtig, sich über Vorgeschichte, Verhalten und Gesundheitszustand umfassend zu informieren.
    • Rasse und Herkunft: Wenn Sie einen Rassehund von einer Privatperson kaufen möchten, sollten Sie sich vorhandene Nachweise zeigen lassen, etwa eine Ahnentafel. Ein Gentest kann zusätzlich helfen, die Rassezugehörigkeit zu bestätigen – ist aber kein Muss.
  • Es gibt zahlreiche Online-Plattformen, auf denen Hunde zum Verkauf angeboten werden. Sie können mit Hilfe eines Filters angeben, welche Rasse sie bevorzugen und das Alter, das Geschlecht und die Größe des Hundes einstellen. Auch können Sie einen Höchstpreis nennen und angeben, welche Papiere unbedingt vorhanden sein müssen. Anschließend werden Ihnen zahlreiche Anzeigen aufgelistet. Sie können nun mit den Anbietern in Kontakt treten und ein erstes Kennenlernen vereinbaren. 

    Vorsicht!

    Auf Online-Plattformen tummeln sich auch unseriöse Händler, die illegal mit Hundewelpen handeln. Die Polizei warnt vor kriminellen Hundeverkäufern, die falsche Angaben zu den Elterntieren, zur Umgebung und zum Gesundheitszustand der Tiere machen. Die Welpen werden weitaus günstiger als in Deutschland und mit ansprechenden Bildern in Onlinebörsen angeboten. Die kleinen Hunde werden aus vorwiegend osteuropäischen Ländern nach Deutschland gebracht und an Unterhändler verteilt, die die Welpen dann zu den niedrigsten Preisen online stellen. Der Gesundheitszustand der Junghunde ist meist sehr schlecht. Sie leiden an chronischen Krankheiten, zeigen sich verhaltensauffällig und versterben früh. 

    Doch woran erkenne ich, ob es sich um eine illegale Hundezucht handelt? 

    • Falsche Kontaktdaten: Häufig geben kriminelle Hundehändler falsche Telefonnummern auf den Onlineportalen an. Stellen Sie also sicher, dass die Mailadresse und die Telefonnummer vertrauenswürdig sind und nehmen Sie nicht nur über den Online-Shop Kontakt zum Händler auf.
    • Unterschiedliche Anzeigen zum gleichen Tier: Es empfiehlt sich, auf mehreren Onlineportalen zu recherchieren, denn oftmals schalten Kriminelle die gleiche Anzeige mit unterschiedlichen Kontakt- und Ortsangaben. Zum Beispiel wird das gleiche Angebot mit den gleichen Bildern sowohl in Frankfurt als auch in Hamburg geschaltet.
    • Falschaussagen vom Händler: Achten Sie darauf, welche Angaben der Händler zum Hund, der Umgebung und den Elterntieren macht. Trifft er nach mehrmaligem Nachfragen, unterschiedliche Aussagen zum gleichen Thema, sollte ihr Misstrauen geweckt sein. 
    • Zu günstiger Preis: Kriminelle Händler punkten mit billigen Preisen für die Welpen. Wir empfehlen Ihnen, sich auf mehreren Plattformen über die Preise für die gewünschte Rasse zu informieren und diese zu vergleichen. Wenn die gleiche Rasse bei anderen Anbietern um ein vielfaches teurer angeboten wird, sollten Sie Abstand vom vermeintlich günstigen Angebot nehmen. 
    • Keine Besuchsmöglichkeit: Sie sollten immer die Möglichkeit haben, die Hunde vorher besuchen zu dürfen, um sich ein Bild über den Zustand der Tiere, der Mutter und der Umgebung machen zu können. Wenn sich der Händler an einem anderen Ort mit Ihnen treffen will (z.B. Raststätten, Bahnhöfe, Parkplätze), sollten sie stutzig werden. Wenn Sie die Chance bekommen, den Hund vorher zu besuchen und sehen, dass der Zustand und die Wohnsituation der Tiere nicht optimal sind, sehen Sie vom Kauf ab. Mit einem Kauf aus Mitleid, unterstützen Sie nur den illegalen Handel. 

    Falls Sie Zweifel am Verkaufsangebot auf der Onlineplattform haben oder der Verkäufer der Tiere Ihnen verdächtig vorkommt, kontaktieren Sie bitte die Polizei, den Deutschen Tierschutzbund oder einen Tierschutzverein in Ihrer Nähe. 

    • Auch in Österreich warten viele Hunde in Tierheimen und Tierschutzorganisationen auf ein neues Zuhause. Oft stammen sie aus schwierigen Verhältnissen, wurden abgegeben oder aufgefunden. Mit einer Adoption leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz und geben einem Hund eine zweite Chance. Da Sie damit eine langfristige Verantwortung übernehmen, sollten Sie einige Punkte beachten:

      • Tierheimsuche: Viele Tierheime in Österreich präsentieren ihre Hunde online auf der eigenen Website oder über Plattformen von Tierschutzorganisationen. Dort finden Sie erste Informationen sowie Kontaktdaten zur Terminvereinbarung. Alternativ können Sie auch direkt vor Ort vorbeischauen und sich persönlich beraten lassen.
      • Gemeinsame Zeit mit dem Hund: Bevor ein Hund vergeben wird, lernen Sie ihn in der Regel bei mehreren Besuchen kennen – etwa bei gemeinsamen Spaziergängen. So können Sie herausfinden, ob der Hund zu Ihnen passt. Gleichzeitig bekommt das Tier Zeit, Vertrauen aufzubauen.
      • Schutzgebühr: Für die Übernahme eines Hundes wird üblicherweise eine Schutzgebühr verlangt. Diese liegt in Österreich meist im Bereich von etwa 200 bis 500 Euro und dient dazu, einen Teil der Kosten für Versorgung, Pflege und tierärztliche Betreuung abzudecken.
      • Gesundheitszustand des Hundes: Hunde aus dem Tierheim sind in der Regel tierärztlich untersucht, geimpft, entwurmt und gechipt. In Österreich müssen Hunde zudem in der Heimtierdatenbank registriert sein. Viele Tiere sind – je nach Alter – bereits kastriert. Über bekannte Vorerkrankungen werden Sie transparent informiert. Manche Tierschutzorganisationen unterstützen auch nach der Adoption bei bestimmten medizinischen Themen.
      • Gespräch mit Tierheimmitarbeitern: Vor der Vermittlung findet ein ausführliches Gespräch statt. Dabei werden Fragen zu Ihrer Wohnsituation, Ihrem Alltag und Ihrer Erfahrung mit Hunden gestellt. Ziel ist es, den passenden Hund für Ihre Lebensumstände zu finden.
      • Hausbesuch: In vielen Fällen erfolgt vor der endgültigen Übergabe ein Hausbesuch oder eine sogenannte Vorkontrolle. Dabei wird geprüft, ob das zukünftige Zuhause den Bedürfnissen des Hundes entspricht. Je nach Rasse und Temperament spielen Faktoren wie Wohnraum, Umgebung oder ein vorhandener Garten eine Rolle. Diese Überprüfung dient dazu, eine gute und dauerhafte Vermittlung sicherzustellen.

      Ein Hund aus dem Tierheim bringt oft eine besondere Geschichte mit – mit Geduld, Zeit und Einfühlungsvermögen kann daraus eine enge und vertrauensvolle Bindung entstehen.

      Vorsicht! Unseriöse Tierschutzorganisationen erkennen

      Tierschutzorganisationen leisten auch in Österreich wertvolle Arbeit und sind für viele Hunde in Not die einzige Chance auf ein besseres Leben. Zuständig für Kontrollen ist hier die jeweilige Bezirksverwaltungsbehörde (Amtstierarzt), die Hinweisen auf schlechte Tierhaltung nachgeht. Gerettete Hunde werden anschließend versorgt und zur Vermittlung freigegeben.

      Allerdings sind viele dieser Organisationen auf Spenden angewiesen – und genau das nutzen einige wenige schwarze Schafe aus. Bei unseriösen Anbietern steht nicht das Wohl der Tiere, sondern der finanzielle Gewinn im Vordergrund. Deshalb sollten Sie genau hinschauen, bevor Sie einen Hund über eine Tierschutzorganisation adoptieren oder spenden.

      Achten Sie auf folgende Merkmale:

      • Transparente Website: Seriöse Organisationen informieren offen über ihre Arbeit. Dazu gehören nachvollziehbare Angaben zur Verwendung von Spenden, zur Versorgung der Tiere sowie vollständige Kontaktinformationen. Oft werden auch Tätigkeits- oder Jahresberichte veröffentlicht.
      • Zertifikate und Gütesiegel: ;In Österreich ist das Österreichische Spendengütesiegel ein wichtiger Hinweis auf geprüfte Qualität und Transparenz. Auch Mitgliedschaften in anerkannten Dachverbänden können ein positives Zeichen sein.
      • Seriöse Darstellung: Übermäßig dramatische Bilder oder stark emotionalisierende Spendenaufrufe sollten Sie kritisch hinterfragen. Vertrauenswürdige Organisationen setzen auf sachliche Information und zeigen realistische Einblicke in ihre Arbeit.
      • Gemeinnützigkeit: Seriöse Tierschutzvereine sind als gemeinnützig anerkannt. In Österreich wird dies durch einen entsprechenden Status bestätigt, der unter anderem steuerliche Begünstigungen ermöglicht. Im Zweifel können Sie direkt bei der Organisation nachfragen.

    Welche Dokumente sollten bei einem Verkauf immer vorhanden sein? 

    Gerade Menschen, die sich zum Ersten Mal einen Hund anschaffen, wissen oftmals nicht genau, welche Dokumente bei einem Tierkauf vorhanden sein müssen. Egal ob Sie den Hund bei einer Privatperson oder einem verifizierten Züchter kaufen, ist die Übergabe der richtigen Dokumente sehr wichtig. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Sie folgende vollständig und richtig ausgefüllten Papiere ausgehändigt bekommen: 

    • Kaufvertrag mit allen Kontaktdaten des Verkäufers und Käufers, Angaben zum Hund, Gewährleistung und Mängel
    • Ahnentafel mit Informationen über die Elterntiere und Merkmale des Hundes
    • Vollständig ausgefüllter EU- Heimtierausweis (altersgerechte Impfungen, Angaben zum Hund) 

    Hund retten oder kaufen? 

    Viele Menschen stellen sich die Frage, ob Sie lieber eine Fellnase kaufen oder retten sollen. Jedoch gibt es bei der Entscheidung, kein allgemeingültiges Richtig oder Falsch. Es hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Gegebenheiten ab, welcher Hund am besten für Sie geeignet ist. Um Ihnen die Entscheidung etwas leichter zu machen, haben wir zwei Pro und Contra Listen für Sie zusammengestellt:

    • ProContra
      Der Züchter besitzt keine verhaltensauffälligen oder traumatisierten Hunde, die in der Vergangenheit schlimmes erlebt haben. Die Preise bei einem Züchter sind im Vergleich zur Schutzgebühr in Tierheimen sehr hoch.
      Ein Rassehund besitzt die rassetypischen Merkmale, die Sie gerne haben wollen.  Der Hund kann die rassetypische Erkrankungen bekommen, eine mangelnde Robustheit vorweisen und aufgrund von Überzüchtung leichter krank werden oder früher sterben.
      Der Züchter steht den Besitzern auch nach dem Kauf eines Hundes beratend zur Seite.Ein Hund aus dem Tierheim bekommt bei jedem Kauf eines Tieres beim Züchter weiterhin kein neues Zuhause. 
    • Pro    Contra
      Sie leisten einen aktiven Beitrag zum Tierschutz.  Das Tier hat eine unbekannte Vergangenheit und Sie wissen vorher nicht, wie sich das im Alltag äußern kann (z.B. Angst oder Aggression).
      Jeder gerettete Hund macht einen Platz für ein neues Tier im Tierheim frei.Mögliche Vorerkrankungen des Tieres sind teilweise schwer nachzuvollziehen.
      Gerettete erwachsene Hunde brauchen keine umfangreiche Erziehung mehr. Welpen von einem Züchter müssen alles neu erlernen.Bei Mischlingen kann sich die Größe, das Erscheinungsbild und das Wesen noch ändern. Sie können es bei der Rettung eines Junghundes nur erahnen, wie er sich körperlich entwickelt. 

    Unterschiede: Hund innerhalb der EU und außerhalb der EU retten

    Weltweit gibt es viel zu viele Hunde, die gerettet werden müssen. Die Not der Tiere kann in Ihrer unmittelbaren Umgebung anfangen, macht aber an keiner Landesgrenze Halt. Außerhalb von Österreich retten Tierschützer hilflose Hunde oftmals auch aus einer Tötungsstation. Vor allem in Ländern wie Bulgarien, Spanien, Griechenland und Rumänien kämpfen die Vierbeiner schon im jungen Alter um ihr Leben und können stark traumatisiert sein, wenn sie nach Österreich kommen. Ähnlich wie in Österreich, müssen Sie auch für einen aus dem Ausland stammenden Hund eine Selbstauskunft ausfüllen und bekommen Besuch von einem Vertreter des Tierschutzvereins. Wenn Sie eine positive Rückmeldung erhalten haben, erfahren Sie wann und wo Sie Ihren Vierbeiner abholen können. Die Voraussetzung für eine Einreise nach Österreich hängt von dem jeweiligen Land ab. Hunde aus Ländern, die außerhalb der EU liegen, müssen höhere Anforderungen erfüllen.

      • Hund muss mindestens 15 Wochen alt sein.
      • EU- Heimtierausweis
      • Tollwut- Impfschutz (mind. 21 Tage vor der Ausreise)
      • Hund muss gechipt sein (ISO-Standard 11784).
    • Wenn Sie einen Hund aus einem Drittland (Nicht-EU-Staat) nach Österreich einführen möchten, gelten strengere Vorschriften als innerhalb der EU. Die Vorbereitung nimmt mehr Zeit in Anspruch und sollte sorgfältig geplant werden:

      • Mindestalter: Der Hund muss in der Regel mindestens sieben Monate alt sein. Das ergibt sich aus den Fristen für Impfung und Antikörpertest.
      • Tollwutimpfung und Antikörpertest: Eine gültige Tollwutimpfung ist verpflichtend. Zusätzlich muss ein Tollwut-Antikörpertest (Titertest) durchgeführt werden – frühestens 30 Tage nach der Impfung. Die Blutprobe muss von einem von der EU zugelassenen Labor ausgewertet werden. Nach dem Test gilt eine Wartefrist von drei Monaten vor der Einreise.
      • Nachweise und Dokumente: Sie benötigen einen Impfnachweis inklusive Ergebnis des Tollwut-Antikörpertests. Außerdem muss eine amtliche Tiergesundheitsbescheinigung („Animal Health Certificate“) vorliegen, die von einem behördlich autorisierten Tierarzt im Herkunftsland ausgestellt wird.
      • Kennzeichnung: Der Hund muss eindeutig identifizierbar sein – mittels Mikrochip nach ISO-Standard (11784/11785).
      • Erklärung zur Nicht-Veräußerung: Die Begleitperson muss schriftlich bestätigen, dass der Hund nicht zu Verkaufszwecken eingeführt wird und nach der Einreise nicht den Besitzer wechselt.
      • Zoll und Einreise: Bei der Einreise nach Österreich ist eine Anmeldung beim Zoll erforderlich. Je nach Herkunftsland können zusätzliche Dokumente verlangt werden – hier sollten Sie sich vorab bei den zuständigen Veterinär- und Zollbehörden informieren.
      • Einreiseorte: Die Einreise darf nur über zugelassene Grenzkontrollstellen erfolgen, an denen veterinärrechtliche Kontrollen möglich sind (z. B. größere Flughäfen).
      • Erleichterte Einreise aus bestimmten Drittländern: Für einige von der EU gelistete Drittländer (z. B. USA, Japan oder Argentinien) gelten vereinfachte Bedingungen. Die aktuelle Liste dieser Länder wird von der Europäischen Kommission geführt.

    Das sollte beim Kauf eines Hundes nicht fehlen: DFV-TierkrankenSchutz für Hunde

    Der Kauf eines Hundes, ist nicht der einzige finanzielle Aufwand. Für die nächsten 10 - 15 Jahre kommen neben den Kosten für Futter und Zubehör, auch Kosten für Tierarztbesuche auf Sie zu. Gerade für Letztere müssen Sie oftmals sehr tief in die Tasche greifen. Tierarztbehandlungen können schnell sehr teuer werden und kommen meist völlig unerwartet. Unser DFV-TierkrankenSchutz bietet den optimalen Schutz vor hohen Kosten beim Tierarzt. So können Sie sich voll und ganz auf die Genesung Ihres Hundes konzentrieren und müssen sich keine Sorgen um die teuren Rechnungen machen. Wir bieten Ihnen verschiedene Tarife, die Ihrer Fellnase die bestmögliche tierärztliche Behandlung ermöglichen und Sie vor der finanziellen Belastung schützen.

    Kleiner Hund liegt auf einer Decke und wird gekrault. © Eva

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    FAQs zum Hundekauf

    • Sie können Ihren Hund entweder bei Züchtern oder Privatpersonen kaufen. Neben Züchtern, bieten viele Privatpersonen Hunde auf Onlineplattformen zum Verkauf an. Achten Sie hierbei allerdings darauf, ob die Anzeige und der Anbieter seriös sind. Sollten Sie auf falsche Kontaktdaten stoßen oder bei Besuch der Tiere feststellen, dass das Muttertier nicht da ist, sehen Sie vom Kauf ab. Auch können Sie sich in Tierheimen nach einem Hund umsehen und ihm nach einigen Besuchen und Gesprächen ein neues Zuhause schenken.  

    • Der Preis eines Hundes ist immer abhängig von der Rasse und dem Anbieter. Wenn Sie einen Hund aus dem Tierheim retten, müssen Sie lediglich eine Schutzgebühr zahlen. Diese beträgt zwischen 200 und 400 Euro. Weitaus teurer ist der Preis für einen Welpen von einem zertifizierten Züchter. Hier können die Preise zwischen 700 und 3.000 Euro liegen. 

    • Recherchieren Sie vor dem Kauf des Hundes, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Achten Sie vor dem Kauf darauf, ob es sich um einen seriösen Züchter, eine seriöse Privatperson oder einen seriösen Tierschutzverein handelt. Überprüfen Sie die Vollständigkeit aller Dokumente und stellen Sie ausreichend Fragen an den Anbieter. Einige Hunde passen vielleicht nicht zu Ihrem Lebensstil. Es empfiehlt sich, sich vorher ausgiebig beraten zu lassen. 

    • Ein erwachsener Hund hat unter Umständen negative und traumatisierende Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht. Ein ausgewachsener Hund wurde schon durch frühere Besitzer oder vergangene Ereignisse geprägt. Er könnte sich unter Umständen schon bestimmte Eigenschaften in der Vergangenheit angeeignet haben, die Sie schwieriger wegbekommen. Dennoch sind auch erwachsene Hunde noch erziehbar. Andererseits kann ein erwachsener Hund auch einige Zeit alleine zu Hause bleiben, beherrscht die Grundkommandos und ist bereits stubenrein. 

    • Der Welpe muss in Deutschland mindestens acht bis zwölf Wochen alt sein, bevor er gekauft werden darf. In Deutschland dürfen Welpen frühestens nach acht Wochen von Ihrem Wurf und der Mutter getrennt werden. Wenn Sie sich für einen Hund aus dem europäischen Ausland interessieren, muss er mindestens 15 Wochen alt sein. In Ländern außerhalb von Europa müssen Junghunde vor der Einreise nach Deutschland sogar mindestens sieben Monate alt sein. 

    • Sie sollten Sich sicher sein, dass ein Hund zu Ihrem Lebensstil passt. Gerade wenn Sie einen Welpen kaufen wollen, sollten Sie vorher wissen, ob sie die Verantwortung für einen Hund für die nächsten 10-15 Jahre übernehmen können und wollen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Wohnraum groß genug ist, es beruflich zu vereinbaren ist und Sie die anfallenden Kosten (Futter-, Zubehör-, Tierarztkosten) für einen Hund tragen können. Auch sollten das Aktivitätslevel des Vierbeiners zu Ihnen und ihrem Leben passen.

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